Alltagsprobleme einer Mama / Mütter sollten mehr geschätzt werden!

Mama Alltag

Familienfreundlich? Kinderfreundlich? Die Alltagsprobleme einer Mutter zeigen, dass die Gesellschaft alles andere als das ist…


 

Seit nun ein einhalb Jahren reihe ich mich ein, in die Gruppe der Mütter. Und habe inzwischen meine diversen Erfahrungen im Alltag gemacht. Und da muss ich nun leider eine traurige Bilanz ziehen und erschreckend feststellen, dass die Gesellschaft leider alles andere, als kinderfreundlich oder familienfreundlich ist. Die Mütter sollten viel mehr geschätzt werden und Ideen pro Familie sollten definitiv besser ausgereift werden!

Mütter sollten viel mehr geschätzt werden!

Abgesehen von all dem, was wir jeden Tag leisten und es schlicht einfach unter geht im Alltag, muss man sich auch öfters mit diversen Kommentaren auseinandersetzen, die einem klar und deutlich machen, dass man den ganzen Tag eigentlich nichts leistet.

Mama Alltag

Mütter sollten viel mehr wert geschätzt werden auch und vor allem von unserer Gesellschaft.

Gleich zu Beginn in meinem Mama-Sein, bekam ich die bittere Realität zu spüren. Mit einem Kinderwagen wird einem sehr selten die Tür aufgehalten, oder Hilfe angeboten. Sitzplätze einer Hoch-Schwangeren anzubieten gehört zu einem guten Ton, den leider viele nicht mehr kennen.

Das öffentliche Stillen ist leider in der heutigen Zeit immer noch ein Spießrutenlauf. Indem sich die Mutter mit hungrigem Kind erst umschauen muss, ob sie darf, oder ob es dort in diesem Café eventuell doch verboten ist. Wickelplätze zu suchen ist wie eine Schnitzeljagd und müssen öfters sogar bezahlt werden. Heisses Wasser fürs Fläschchen kostet, das Glas Wasser  zum Kaffee bekommst du aber zum Glück gratis! 

Auf Spielplätzen gibt es Öffnungszeiten, weil die Kinder viel zu laut sind und wenn du als Mutter nach einem Jahr immer noch nicht arbeiten bist, dann wirst du schräg angeschaut.

Kinder, die in Wartezimmern lächeln und sich ruhig verhalten sind verdammt süß, aber jene, die, weil sie im Wartezimmer sitzen evtl. Schmerzen haben und weinen, werden genervt angeschaut und die Mami mit den Blicken quasi getötet, manch einer äußert seinen Frust auch gerne in einem herablassenden Kommentar.

Kindergartenplätze muss man sich bereits in der Schwangerschaft buchen. Ja, auch wenn jedem Kind seit Neuestem ein Platz zu steht und etwaige Ausfälle bezahlt werden, interessiert es den potenziellen neuen Arbeitgeber der Mami dennoch nicht, wenn das eigene Kind trotzdem keinen Platz bekommt und der Ausfall zwar honoriert wird, aber die Stelle dann weg ist! An dieser Stelle ein kurzes Danke, an den deutschen Staat! – Sehr gut durchdacht!

Alltagsprobleme einer Mutter….ein gesellschaftliches Problem?

Krabbelgruppen sind in der ländlichen Gegend völlig ausgebucht und man steht monatelang auf einer Warteliste, wobei das laut Staat ein kommunales Problem darstellt. Kurz um, es gibt zu wenig Mamis, die das in ihrer „Freizeit“ gerne machen möchten, dazu kommt, dass sie keine Räumlichkeiten gestellt bekommen, das widerrum heisst, das Wohnzimmer muss herhalten für eine Gruppe Mamis und Kinder.

Ausserdem gibt es keine finanzielle Unterstützung für Materialien und Co, welches man in Krabbelgruppen benötigt. Mami bezahlt also Material und Co mit ihrem Elterngeld und darf danach das Wohnzimmer putzen. – Sehr schön! Nochmal einen kleinen Fremdschämen-Beifall an den Staat, pardon…an die Kommunen.

Der Alltag als Mami ist kein Zuckerschlecken, abgesehen von „selbst ist die Frau“ in Sachen Kinderwagen und Tür öffnen, sind grundsätzlich Parkplätze für Frau mit Kind zugeparkt. Man rangiert also den Van 5km weiter weg vom Eingang in eine so dermassen enge Parklücke, dass man, um den Babysafe aus dem Auto zu bekommen, motorische Fähigkeiten entwickelt, die ich man sich zuvor nie vorstellen konnte!

Grundsätzlich gibt es in jedem Einkaufsladen viel zu wenig Wägen mit Auflage für eine Babyschale, sodass man bevor der eigentliche Einkauf beginnen kann, schon völlig ausser Puste ist, auf der Suche nach einem geeigneten Wagen.

Aber es ist ja nicht alles nur umständlich und mies, eine positive Sache gibt es zu berichten, wir fliegen in den Urlaub! Das erste Mal mit Kind!

Und da der kleine Mann dann erst zwei Jahre ist und ein komplettes Familienhotel noch keinen großen Sinn macht, waren wir voller Euphorie etwas zu finden, was für den Räuber Sinn macht, aber wir uns noch nicht fühlen wie in einem Indoorspielplatz.

Gesagt….und nicht getan.. denn sehr viele Hotels sind inzwischen ausgeschildert mit „Adults only“, es  bleibt also nur das Indoorfeeling, völlig überteuert für Rutschen und Co, die für einen zweijährigen noch keinen Sinn machen. Familienfreundlich scheint mir dann doch etwas anderes zu sein…

Mutter

 

Mama sein ist nicht leicht, aber es ist eine große Ehre

Wir hören zu, wir lachen mit euch, wir trösten, wir heilen Wunden, wir sind Superhelden, Multi-Tasking, Working Mums, Housewifes, Improvisationstalente…

…wir sind Mütter, die euch jeden Tag mit unserem Mama-Löwenherz lieben!

Wir reden nicht über unsere alltäglichen Probleme, wir arbeiten mit ihnen.

 

 

Wie seht ihr das? Sind die Alltagsprobleme, gesellschaftliche Probleme, oder nehmt ihr das alles gelassen? 

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