Blogreihe: meine Mamas Story, Kampf & Wunder zum Kinderwunsch

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Heute stelle ich euch die liebe Judith vor zwischen Wunder und Kampf zum Kinderwunsch!


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Hallo, ich heiße Judith, bin Mama einer wundervollen dreijährigen Tochter und werde Mitte Oktober 2016 zum zweiten Mal Mama, was nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, bezüglich Kinderwunsch für uns nicht selbstverständlich ist.

 

Das Interview mit Judith

Du hast die Diagnose PCOS bekommen, was genau ist das?

PCOS ist die Abkürzung für Polyzystisches Ovar-Syndrom und eine Stoffwechsel- und Hormonstörung, bei der, der Hormonhaushalt völlig durcheinander ist. Es gilt als eine der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit bei Frauen.

Geäußert hat sich das in meinem Fall durch enorme Zyklusstörungen, unzähligen Zysten an den Eierstöcken und war zudem verbunden mit einer starken Schilddrüsenunterfunktion. Meine Zyklen, wenn man das noch so nennen konnte, waren teilweise 3-4 Monate lang.

 

Wie lange seid ihr dem Kinderwunsch nachgegangen?

Der Kinderwunsch bestand intensiv etwa 1,5 Jahre, als die Diagnose gestellt wurde. Bis es dann tatsächlich zum positiven Test gekommen ist, verging dann nochmal ca. 1 Jahr.

 

Wer kam auf die Idee, sich auf Grund der Kinderlosigkeit ärztlich untersuchen zu lassen?

Im Prinzip hat sich das einfach so ergeben, da wir durch den Kinderwunsch ja bemerkt haben, dass mein Zyklus von vorn bis hinten nicht funktioniert hatte.

Somit war erstmal klar, dass wir den Grund dafür in meinem Körper suchen mussten, denn ohne Zyklus war es klar, dass eine Schwangerschaft schwierig ist.

 

Wurde die Diagnose gleich gestellt, oder wie kam man darauf?

Es hat einige Untersuchungen gebraucht, ehe die Diagnose gestellt wurde. So wurden etliche Ultraschalls und auch Blutuntersuchungen bezüglich des Hormonstatus durchgeführt. Das hat sich alles etwas gezogen.

Eines Tages bin ich beim Shoppen in der Stadt zusammengebrochen und ins Krankenhaus gekommen, wo man dann die Sache mit der Schilddrüsenunterfunktion und Blutdruckprobleme feststellte.

Ich wurde zu einer Endokrinologin überwiesen, die dann endlich die Antwort PCOS, Schilddrüse und Insulinresistenz fand. Ich wurde nach und nach auf Tabletten eingestellt, die den Hormonhaushalt wieder in zumindest etwas geregelte Bahnen schieben sollten und die Schilddrüsenunterfunktion behandeln sollten.

Und tatsächlich konnten wir nach einiger Zeit feststellen, dass meine Zyklen sich immer mehr verkürzten und der Körper seine Arbeit wieder aufnahm.mamasdaily

Hast du diese Diagnose so hingenommen, oder dir eine Zweitmeinung eingeholt?

Dadurch, dass ich von meiner Frauenärztin, im Krankenhaus und bei der Endokrinologin in Behandlung war, war eine Zweitmeinung in dem Falle für uns nicht nötig.

 

Ein schwerer Schock für euch, keine Kinder bekommen zu können! War aufgeben eine Option für euch?

Anfangs waren wir beide geschockt, als uns im November 2012 gesagt wurde, dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege bei uns nahezu unmöglich sein wird. Dennoch wollten wir nicht aufgeben und es einfach weiter versuchen.

 

Habt ihr über eine alternativ Option des Kinderkriegens nachgedacht? Wenn ja, welche genau?

Zu diesem Zeitpunkt war unsere Hoffnung noch zu groß um ERNSTHAFT über andere Methoden nachzudenken. Klar, man hat mal darüber gesprochen, aber eben noch nicht mit so ernsthaftem Hintergrund.

Dafür waren wir selbst einfach noch „jung genug“, um zusagen, dass wir das Glück doch noch mal einige Zeit herausfordern möchten. Besonders, als wir merkten, dass mein Zyklus sich Stück für Stück verbesserte, auch wenn er immernoch 2 Monate dauerte.

 

Und dann plötzlich schwanger! Hattest du Angst, das aufgrund der Diagnose doch etwas ’schief‘ laufen könnte?mamasdaily

Ohja, das war eine Überraschung.

Nach nur 2 Monaten nach der Aussage, dass eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege schwer wird, hielten wir mehrere positive Tests in der Hand und standen einer mehr als erstaunten Ärztin gegenüber.

Ja, die Angst war tatsächlich ständiger Begleiter, besonders in den ersten Monaten. Ich wurde aber auch engmaschiger untersucht. Ganz unproblematisch lief die Schwangerschaft leider nicht ab, da sie am Ende in einer Schwangerschaftsvergiftung endete. Aber dennoch hielten wir im September 2013 dann eine kerngesunde Tochter in den Armen.

Bei deiner zweiten Schwangerschaft stellte man dann kaum PCOS und die Hormonstörung mehr fest, ist das normal? Oder weiss man, warum es sich bei dir so zum Guten gewendet hat?

Wie das kommt, weiß man leider nicht 100prozentig. Man sagt scheinbar, dass eine Schwangerschaft und die Geburt einen Körper komplett verändern. In meinem Fall glücklicherweise zum Guten. Und ich muss zugeben, dass ich lieber nicht wissen wollte, wieso es auf einmal so ist. Ich wollte dieses Glück einfach genießen!

 

In drei Wochen bekommst du dein drittes Kind! Glückwunsch! Wie sieht es denn jetzt mit der Diagnose aus?

Ich bin momentan zwar zum dritten Mal schwanger, werde Mitte Oktober aber erst unser zweites Baby in den Armen halten, da ich vor einem Jahr leider eine Fehlgeburt hatte. Die Diagnose jedoch ist nach wie vor die gleiche, wie bei der zweiten Schwangerschaft – sehr zu unserer Freude!

 

Ist euer Kinderwunsch somit abgeschlossen?

Ja, unser Kinderwunsch ist damit erstmal abgeschlossen. Wir werden dann (hoffentlich) zwei kerngesunde Töchter in den Armen halten und hatten ja bereits ein Baby verloren. Das Glück ein weiteres Mal so herauszufordern – ich weiß nicht, ob ich das nochmal könnte.

Aber eines habe ich durch die letzten Jahre gelernt: Man darf die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn es schwer fällt und Wunder scheint es eben doch zugeben.

 

 

Vielen Dank, für das spannende Interview, hoffentlich machst du damit vielen tollen Frauen Mut, nie die Hoffnung aufzugeben! Alles Gute für dich und deine Familie und vorallem viel Kraft für deine bevorstehende Geburt!

Ihr findet Judith auf ihrem wunderbaren Blog www.zeitfuermama.com 🙂

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