Blogreihe: meine Mamas Storys | Angelina, ein Kampf nach der Geburt

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Die liebe Angelina erzählt euch bei den Mamas Storys, wie ihre Tochter nach der Geburt sehr zu kämpfen hatte und wie sie das gemeistert haben…


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Ich heiße Angelina, bin 24 Jahre alt.

Ich bin Typ 1 Diabetikerin & habe mittlerweile eine kerngesunde 17Monate alte Tochter, das war aber nicht so einfach…

Das Interview mit Angelina

 

Deine Schwangerschaft verlief zum Ende hin, nicht so toll, was war los?

Durch meinen Typ 1 Diabetes und die Hormone waren meine Blutzuckerwerte nicht mehr einstellbar. Mein Diabetologe hat mich dann ins Krankenhaus eingewiesen, wo es dann die Ärzte nochmal versuchen sollten, was aber leider nicht geklappt hat.

 

Dir wurde zum Kaiserschnitt geraten, warum?

Ich musste in der SS schon zum Augenarzt und ich hatte vor der SS schon geplatzte Adern hinterm Auge durch den Typ 1 und durch die Presswehen hätte dort noch mehr kaputt gehen können.

Meine Ärztin hatte mir von Anfang an von einer normalen Geburt abgeraten, weil meiner Tochter und mir zu viel hätte passieren können. Daher war ich drauf eingestellt.

Und vom Zeitpunkt her musste sie geholt werden, weil sie zu schnell gewachsen ist und ansonsten noch mehr Anpassungsschwierigkeiten gehabt hätte.

 

In welcher Woche kam die Kleine dann zur Welt?

Sie wurde 36+1 geholt, spontan.

 

Wie ging es ihr nach der Op? Konntest du sie gleich sehen?

Ihr ging es soweit ganz gut, sie hat auch sofort geschrieen. Sie wurde mir dann 5 Sekunden gezeigt & dann war sie auch schon wieder weg.

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Was wurde mit ihr auf der Intensivstation gemacht?

Ihr wurde sofort der Blutzucker gemessen und dieser Wert war sehr niedrig (40). Um diesen zu beobachten, sollte sie dann den ersten Tag und die erste Nacht dort verbringen.

 

Wieso musste sie so kämpfen, lag es an dem Diabetes Typ?

Der Diabetes hat viel verursacht. Mir wurde später gesagt, wenn man sie früher geholt hätte, dass sie dann nicht so viele Probleme gehabt hätte.
Es hieß sie muss nur eine Nacht bleiben, aber es wurde alles schlimmer.
Erst war es der Blutzucker, der zum Glück am ersten Tag wieder normal war. Dann hat sie nicht getrunken und konnte ihre Temperatur nicht halten. Und das Schlimmste waren die nächtlichen Atemaussetzer.

 

Wielange musste sie dort bleiben?

Sie lag 16 Tage auf der Intensivstation.

 

Wie ging es dir körperlich nach dem KS? Und wie war es emotional für dich?

Mir ging es körperlich von den Schmerzen her sehr gut. Habe die ersten 2 Tage Schmerzmittel genommen und danach darauf verzichtet.
Emotional war es ein auf und ab.

Habe nach dem KS meine Mama angerufen und nur geweint, habe mich gar nicht mehr ein bekommen.
Ich durfte dann nach 10 Stunden aufstehen, was super geklappt hat und bin dann sofort zu meiner Tochter.
Dort ging das Geweine direkt weiter. Und auch sobald ich meinen Freund gesehen habe musste ich weinen. Es war ein Gemisch aus Glück & Schmerz.

 

Zu Hause war das ganze aber noch nicht zu Ende, hatte sie auch dort Aussetzer?

Aussetzer hatte sie zum Glück keine ! Wir haben einen Überwachungsmonitor mit nach Hause bekommen.
Manche Werte sind zwar ab und an runter gegangen, aber nie soweit, dass wir uns Sorgen machen mussten.

Als Emmi dann 3 Monate war hatte sie Abends einen Krampfanfall. Sie war komplett steif, wurde ganz rot und hat einfach keine Luft mehr geholt. Sowas Schlimmes habe ich noch nie vorher gesehen.
Im Krankenhaus wurde aber nichts festgestellt.

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Hattest du Angst? Wie ist das mit so einem Monitor? Verfällt man nicht leicht in Panik?

Es ist sehr gewöhnungsbedürftig. Diese Fehl-Alarme lassen einen schnell in Panik verfallen. Dann die Elektronen, die man jedes mal dem kleinen armen Wesen an den Körper kleben muss, tut einem immer wieder so leid.
Die ersten zwei Tage hatte ich echt Angst, nicht tagsüber sondern zur Nacht hin. Aber das hat sich relativ schnell gelegt.

 

Wielange habt ihr diesen benutzen müssen? Was war der ausschlaggebende Punkt ohne weiter zu machen?

Emmi ist am 03.07.15 zur Welt gekommen & am 30.06.16 durften wir das Gerät dann abgeben.
Wir mussten mehrmals für nächtliche Tests ins Krankenhaus und der Test vom 28.6-30.6 hat ergeben, dass die Atemaussetzer nicht mehr nachweisbar waren. Und darauf hin durften wir das Gerät abgeben.

Wie geht es der Kleinen heute?

Ihr geht es super. In manchen Dingen braucht sie ein bisschen länger, aber sie hat alle Zeit der Welt und da mache ich ihr auch kein Stress. Von der Körpergröße und dem Gewicht, ist sie sehr zierlich, unsere Zwergenkönigin.

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Wie geht es dir heute? Emotional? Immernoch Angst?

Mir geht es super. Ängste hat man glaube ich immer.
Wir haben ein Babyphone mit Kamera , da ertappe ich mich selbst immer, wie ich nach ihrer Atmung schaue.
Emotional werde ich nur, wenn ich mir Bilder anschaue, als Emmi noch auf der Intensiv gelegen ist.

 

Liebe Angelina, danke fürs Mitmachen! Ich wünsche dir und der süßen, starken Emmi, alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft!

Angelina findet ihr -hier

 

Eure

Elternblog

 

 

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