Blogreihe: meine Mamas-Storys, Zwillingschaos

Bevor die Idee des bloggens aufkam, tauschte ich mich zunächst regelmässig auf social media mit anderen Mütter aus, bis Heute! Es gibt da draussen so viele tolle Mütter, und jede hat ihre Eigene Geschichte und die möchte ich euch nicht vorenthalten! 

Ab sofort gibt es regelmässig die Mamas-Storys! 


Und den Anfang macht die bezaubernde Alexandra und ihre Zwillinge! 

image‚Mein Name ist Alexandra.

Ich bin 27 Jahre alt und Mama von den   

Zwillingen Emma und Finlay.‘ 

 

Das Interview mit Alexandra

 

Wie waren die ersten Gedanken, nachdem du wusstest das ihr Zwillinge bekommt? Wann habt ihr es erfahren? 

Das es Zwillinge werden, haben wir an unserem ersten Termin bei der Frauenärztin erfahren. Man hat bereits zwei Fruchtblasen auf dem ersten Ultraschall gesehen.
Ich selbst war erst geschockt, der erste Gedanke der mir durch den Kopf ging, war tatsächlich das es mehr Kraftaufwand bedeuten würde zwei Kinder gleichzeitig zu tragen, als eins und das ich nun trainieren sollte.

Dann kamen natürlich diese typischen Gedanken,

schaffe ich es mit zwei Kindern?

Kann ich beiden genug Aufmerksamkeit und Liebe geben?

Mein Mann war hingegen unglaublich entspannt. Er hat sich einfach gefreut und war mein Ruhepol.

Sein Motto war, warum darüber nachdenken wie es mit einem wäre, wenn es eben nicht so ist.

 

Wie alt sind deine Kleinen?

16 Wochen

 

Wie war deine Schwangerschaft? Gab es Komplikationen?

Mein Schwangerschaft war leider nicht schön, da ich an extremer Schwangerschaftsübelkeit (hyperemesis gravidarum) litt.

Es hielt leider bis in den OP und daher war ich die gesamte Zeit Bettlägerig, abwechselnd zu Hause und im Krankenhaus.
Jeder der daran leidet, dem kann ich nur empfehlen einen extrem guten Frauenarzt zu finden. Ich habe meinen auch gewechselt und dieser hat mich mit Infusionen ambulant behandeln können. Das war auch psychisch eine enorme Erleichterung.

 

Kauft man wirklich alles Doppelt? Oder kauft ihr einmal und nehmt diese Dinge dann in Abwechslung? Welche Dinge braucht man DRINGEND doppelt?

Man sollte auf keinen Fall alles doppelt kaufen. Klar gibt es manchmal ein Outfit, in dem man beide als Zwillingsoutfit sehen will. Aber sonst sollte man sich nach Möglichkeit sowohl bei Kleidung, als auch bei Spielzeug einfach eindecken und dafür lieber zwei, drei Sachen mehr holen.

Auch bei einem gemischten Doppel wie bei uns funktioniert das mit neutralen Farben. Man bekommt in der Regel genug in Rosa und Blau geschenkt.
Was man natürlich doppelt benötigt, sind zB Betten oder Hochsitze. Auch zwei Wippen sind zu empfehlen aber nicht dringend nötig.

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Würdest du es genau so nochmal wollen?

Ich würde auf keines meiner beiden verzichten wollen und würde auch alles noch einmal so machen. 

 

Gibt es auch Momente, in denen du einfach ‚hinschmeissen’ wollen würdest?

Ich denke das sind die gleichen Momente wie bei Einlingseltern auch. Wenn die kleinen Zahnen und sich einfach nicht beruhigen lassen können. Da sage ich oft scherzhaft ich ziehe aus, ihr wisst wo der Wasserkocher steht. Ansonsten bin ich sehr froh, denn immer wenn einer etwas anstrengender ist, gleicht der andere das wieder aus, in dem er ruhiger ist. Wenn beide gleichzeitig brüllen, ist es schon sehr stressig, aber auch das geht wieder vorbei.

 

Hast du Tipps für neu-Zwillingsmamas? Vielleicht 5 Tipps?

Bewahrt Ruhe in jeder Situation. Mit Zwillingen ist man immer ein Einhorn, das angestarrt und angesprochen wird.
Wir können uns nicht zweiteilen. Aber das ist vollkommen in Ordnung so! Das Baby nimmt es euch nicht übel, und das solltet ihr auch nicht.
Nehmt euch Zeit. Es dauert einen Rhythmus gefunden zu haben und auch bei Verabredungen lieber mehr Zeit zum fertig machen einplanen.
Stellt euch darauf ein, das die kleinen früher kommen, daher sollte alles früher fertig sein. Sprich das Zimmer sollte früher stehen und die Dinge die ihr braucht sollten frühzeitig besorgt werden.

 

Muss man bei Zwillingen zu zweit in Elternzeit sein, wer macht diese bei euch und wielange?

Muss man definitiv nicht. Mein Mann wird zwei Monate nach meiner Elternzeit, seine Elternzeit nehmen. Wir waren allerdings zwei Wochen gemeinsam nach dem Krankenhaus zu Hause.

 

Man spricht immer von diesem besonderen, unsichtbaren Zwillingsband, merkst du das jetzt schon bei deinen Kleinen?

Das habe ich bereits im Krankenhaus bemerkt. Meine Kleinen haben am ersten Abend nur gebrüllt. Wir hatten wirklich alles versucht. Irgendwann meinte die Schwester selbst schon etwas verzweifelt nun würde ihr nur noch einfallen, die beiden zusammen zu legen.

Kaum lagen sie in einem Bett war innerhalb von 30 Sekunden Ruhe und sie haben friedlich geschlafen.

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Die beiden kann man nicht permanent trennen, wenn sie zu lange nicht zusammen liegen, werden sie quengelig und lassen sich nur von ihrem Zwilling wieder beruhigen.

 

Gibt es im Alltag, in der Öffentlichkeit, Schwierigkeiten im ‚Doppelpack‘ unterwegs zu sein? Ist man irgendwie gehandicapt?

Mit dem Kinderwagen ist es kein Problem.
Alleine ohne Kinderwagen, ist es schon eine Herausforderung aber es ist machbar. Auf kurze Strecken trage ich einen in der Trage und einen entweder im Maxicosi oder im Arm.

Das ist auch eine meiner wichtigsten Anschaffungen gewesen. Eine Trage. Ich nutze beides, den Kinderwagen und die Trage. Das würde ich auch jedem anderen raten.

Wenn die Kleinen zu Hause schlecht drauf sind und Körperkontakt brauchen, steckt man einen in die Trage und hat noch beide Hände frei.

 

Wie reagiert euer Umfeld auf euch?

Man bemerkt schnell das man mit Zwillingen Gesprächsstoff ist. Wenn es geht wird man eigentlich immer angesprochen und bekommt eigene Erfahrungen von anderen berichtet.

Mitleidige Blicke ernte ich auch, zum Beispiel wenn ich alleine unterwegs zu meiner Babygruppe bin und einen in der Trage und einen im Arm und über dem anderen Arm noch die vollgepackte Wickeltasche trage. Dann schauen mich die Leute schon an, als hätten sie Mitleid mit meiner Last.

Sonst aber eher bewundernswerte Blicke die häufig auch klar sagen das sie davor Respekt haben. Auch befreundete Einlingseltern fragen oft, wie wir das schaffen und sprechen ihre Bewunderung aus.

Aber wir sagen dann immer, dass wir ja gar nicht wissen wie es mit einem ist, daher wissen wir auch nicht genau, ob es schwieriger ist, oder eben nur anders.

 

 

 

Danke, für das tolle Interview Alexandra! Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute! 

Alexandra findet ihr hier auf Instagram -klick 

 

 

 

 

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