Blogreihe:meine Mamas Storys, über Schicksalsschläge und Wunder

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Heute bei den Mamas Storys,

stellte sich die liebe Mieke öfter die Frage, ob man ohne Kinder auch glücklich sein kann. Über ihre Kinderwunschbehandlung, den Verlust ihres Babys und ihrem kleinen Wunder erzählt Sie euch…


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Ich heisse Mieke, bin 36 Jahre jung und Mutter einer wundervollen Tochter (8 Monate). Ich lebe mit meinen Mann, unsere Tochter und mit unserem Mops im wunderschönen Hamburg.

Das Interview mit Mieke

 

Schwanger werden, ist nicht ganz so einfach, das habt ihr zu Beginn selbst erfahren. Wie lange habt ihr versucht schwanger zu werden?

Als wir Anfang 2014 beschlossen eine Familie zu gründen haben wir nicht geahnt, was für ein Weg uns bevor stand.

Wir haben über 1 Jahr versucht schwanger zu werden.

 

Wurde euch eine Kiwu Klinik empfohlen? Habt ihr solch eine Möglichkeit selbst in Erwägung gezogen?

In der Kinderwunschzeit hat uns mein damaliger Frauenarzt sehr geholfen. Als 2014 keine Schwangerschaft eintrat, hat er uns zur weiteren Behandlung in die Lübecker Kiwu Klinik geschickt. Wir haben uns dann näher mit der Klinik beschäftigt und auseinandergesetzt.

Die positiven Resonanzen haben dann dazu geführt, dass wir uns dazu entschlossen haben, den weiteren Schritt dort einzuleiten.

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Wielange habt ihr die Klinik besucht, und bezahlt dafür die Krankenkasse etwas, oder sogar komplett?

Wir haben die Klinik 6 Monate in Anspruch genommen.

Die ersten 3 Monate wurde erstmal nur mein Eisprung ermittelt, der zum Glück (dank Homöopathie 😊) sehr regelmäßig war. Er wurde dann mit Hormonen ausgelöst. Diese Behandlung hat meine Krankenkasse komplett übernommen. Als dies nicht zum Erfolg führte, kam der nächste Schritt die IUI (Insemination). Bei dieser Behandlung haben die Krankenkassen jeweils nur die Hälfte gezahlt. Die Krankenkasse meines Mannes hat sogar noch seinen privaten Anteil erstattet.

 

Du wurdest schwanger! Leider mit Problemen, was genau ist passiert?

Beim 2 IUI Versuch wurde ich endlich schwanger. Zunächst gab es keine Probleme. Ich musste jede Woche zur Blutentnahme und bis zur 10. Schwangerschaftwoche verlief alles planmäßig. Aber dann wuchs das Baby nicht mehr und das Herz hörte auf zu schlagen.

 

Weiss man den Grund, warum ihr euer Kind gehen lassen musstet?

Medizinisch gab es kein Grund. Das kann vorkommen, wie bei einer natürlichen Schwangerschaft leider auch. Wir vermuten aber, dass ein Grund vielleicht auch der ganze Stress in der Kinderwunschbehandlungszeit gewesen ist. 

Und wenn ich an diese Zeit zurück denke, hat mir mein Bauchgefühl von Anfang an gesagt, dass irgendwas nicht stimmte.

Die Verbindung zum Baby war nicht so vorhanden, wie in meiner 2. Schwangerschaft.

 

Du hast seit Jahren mit Diabetes zu kämpfen, welchen Typ genau?

Seit ich 2 bin habe ich den sogenannten Typ 1 Diabetes, der insulinpflichtig ist. Seit über 10 Jahre trage ich die Insulinpumpe.

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Hat diese Diabetes Einfluss gehabt auf deine Schwangerschaft, bzw. Folgen?

Da er Gott sei Dank gut eingestellt ist und war, vor der Schwangerschaft, hat es keine Folgen gegeben.

Ich habe aber immer auf mein Bauchgefühl gehört und mich nicht durch die Ärzte verrückt machen lassen.

 

Habt ihr die Hoffnung aufgegeben? Oder war für euch gleich klar, wir geben nicht auf?

Ich hab schon daran gezweifelt, ob mein Mann und ich jemals ein gesundes Baby in den Händen halten dürfen. Schließlich spielt das Alter auch eine wichtige Rolle. Damals war ich 35 und mein Mann 38.

Und wenn man leider im engeren Bekanntenkreis dann auch noch solche Sprüche zu hören bekommt, dass wir auch ohne Kinder glücklich sein müssen (natürlich wurde diese Aussage von Personen getätigt, die selber Kinder haben 😔) motiviert dies nicht gerade.

Aber mein Mann hat nie Zweifel aufkommen lassen. Er ist der Fels in unserer Brandung. Dafür liebe ich ihn ❤.

 

Normalerweise muss man nach einem Verlust und einer Ausschabung pausieren, wie war das bei euch?

Ja. Wir sollten mindestens 6 Monate pausieren. Das kam uns auch ganz recht. Eigentlich haben wir auch eine Pause gebraucht. Der nächste Versuch sollte im Winter 2015 starten.

Da wir ja davon ausgegangen sind, natürlich nicht schwanger werden zu können, haben wir nach der Fehlgeburt nicht verhütet.

In dieser ganzen Zeit bin ich auf die Homöopathie gestoßen, die mir in der Kinderwunschbehandlung schon sehr geholfen hat.

Daher hab ich mir Homöopathisch nach der Fehlgeburt geholfen, dass die inneren Verletzungen schnell heilen und ich wieder einen regelmäßigen Zyklus bekomme.

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Du wurdest erneut schwanger! Gab es Komplikationen?

Unser Wunder, für das es keine Erklärung gibt.

Ich wurde direkt nach der Ausschabung auf natürlichem Wege schwanger. Anscheinend muss ich einen Eisprung ohne Regelblutung bekommen haben.

Mein Frauenarzt meinte nur zu uns: ihr Kind ist wie ein 6er im Lotto. Solche Fälle sind sehr selten.

 

Wie hast du dich selbst in deiner zweiten Schwangerschaft gefühlt? Hattest du Angst?

Damals haben wir es keinem erzählt. Die Angst, es wieder zu verlieren war einfach zu groß.

Als unser Frauenarzt in der 12. Schwangerschaftswoche zu uns sagte, dass es jetzt nach seiner Erfahrung, alles prima aussieht und Entwarnung gab, waren wir etwas beruhigter. Dann haben wir es auch unseren engsten Bekanntenkreis erzählt.

Aber die Angst, dass Baby wieder zu verlieren, war das einzig negative, was mich die ganze Schwangerschaft begleitet hat.

Jede Frau, die ein Kind schon mal verloren hat, kann bestimmt zustimmen, wenn ich sage, dass diese Machtlosigkeit von außen dass schlimmste bei einer Fehlgeburt ist. Nie zu 100% zu wissen, was eigentlich im Körper mit deinem Baby passiert. Und wenn es stirbt, nichts machen zu können 😢

Das war eine sehr schlimme und eine sehr anstrengende Zeit, die ich ohne meinen Mann nicht durchgestanden hätte.

Daher konnte ich meine 2. Schwangerschaft nicht genießen, worüber ich heute noch traurig bin.

Ich kann das Buch: Diesmal geht alles gut – Zuversichtlich in die neue Schwangerschaft von Angelika Markom sehr empfehlen, die sich gerade mit diesen Ängsten beschäftigt und auseinandersetzt. War für mich eine sehr gute Stütze in der Schwangerschaft.

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Wie sieht es denn bei euch mit einem dritten Kind aus? Oder habt ihr die Schwangerschaftsplanung beendet?

Nein. Wir wollen das Glück nicht nochmal herausfordern.

Wir sind überaus glücklich, dass wir, (nach einem langen Marathon) am 10.2.2016 endlich unsere gesunde Tochter in den Arm nehmen konnten.

Liebe Yvi. Danke für deinen wunderbaren Blog und das ich meine Geschichte erzählen durfte. Vielleicht konnte ich einigen da draussen Mut machen. Unverhofft kommt oft ❤

 

 

 

Danke für das emotionale Interview! Liebe Mieke, ich wünsche euch viel Gesundheit, Kraft und ganz viel Liebe zusammen, aber da bin ich mir bei so ein starken Frau ganz sicher, das sie ‚das Kind schon schaukelt‘ 😉 ihr findet Mieke übrigens -hier

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