Elternblogger Lieblingslink im April / Wer bin ich eigentlich?

Euch hat die Selbstfindung nach der Schwangerschaft, mit der Frage „wer bin ich eigentlich?“ sehr interessiert, so dass ihr diesen Artikel zu eurem Lieblingslink im April gemacht habt…


Auf meiner ersten Party nach Lias Geburt wurde ich so empfangen: „Wuhu, da ist ja die Mutti!“ Ich wollte mich umdrehen und gehen. Man geht endlich wieder aus, fühlt sich ein bisschen wie früher, möchte die Nacht durchtanzen und dann ZACK STEMPEL AUFS HIRN: DIE MUTTI!

Ich bin doch noch ich, ich bin schön, ich mag mich ohne Babybauch, ich habe endlich meinen Körper zurück und will auch so wahrgenommen werden. Ich kann auch immer noch sexy und frei sein, ohne Babyspucke und „Häschen in der Grube-Lieder“, aber nur für ein paar Stunden und in diesen paar Stunden will ich solche Sätze nicht hören!

Ich bin auch eine Mama…

Keiner meint diesen Satz böse, das weiß ich, aber viele wissen nicht, was dieser Satz in mir bewirkt. Ich bin ja auch eine Mama und das bin ich gewollt und unfassbar gerne, aber manchmal will ich auch ich sein dürfen. Die Anja, die am Rathausplatz sitzt, einen Kaffee trinkt und sich über die neuen Modekollektionen unterhält. Mit Single-Freunden quatschen, die keine Mamas sind und mir das Gefühl geben, dass ich noch voll dabei bin, trotz Mamasein und dem ein oder anderen Babygespräch. Ich erzähle gerne von Lia und was sie alles tolles kann. Babygespräche sind toll, denn sie sind auch ein Teil meines Lebens, nein sie sind mein Leben.
Ich habe jetzt knapp 2 Jahre damit verbracht, mich selbst wieder zu finden. Ich war nicht unglücklich oder verloren, aber ich war auch nicht so gefestigt wie früher.
Haare färben, Piercing stechen lassen und 10 kg abnehmen (Gewichtszunahme in SS 23kg) haben mich wieder näher zu mir selbst gebracht und nebenbei durfte ich dem wundervollsten Menschen, dem mein Körper und ich das Leben geschenkt habe zusehen, wie er sich entwickelt und eine eigene Persönlichkeit wird.
Ab 21 Uhr bin ich mal ich, Kind im Bett, Wohnung sauber, „Hallo Leben“ mit meinem Ehemann, einfach mal zu zweit sein und sich darüber freuen ist genauso wichtig, wie einfach mal alleine sein.

Entwicklung

Also wer bin ich nun? Ich bin Mama und das nur allzu gerne, ich bin aber auch ich und ich denke ich spreche für viele Mamas, wenn ich das sage!

Lieb dich selbst und dann gib diese Liebe weiter als Mama, Frau, Ehefrau und was wir noch alles sein wollen, sei einfach du selbst und steh dazu!


Dieser Artikel ist der Gewinnerartikel im April, von unserer Aktion Elternblogger Lieblingslink und erschien zuerst auf dem Blog Suessfroschclub

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