Elternblogger Lieblingslink im März / Nichts für schwache Nerven!

Ein wunderbarer Artikel hat das Rennen im Monat März gemacht mit dem Titel „Nichts für schwache Nerven“ geht es mit Kleinkind an den Grand Canyon! Euer Elternblogger Lieblingslink!…



Mit Kleinkind an den Grand Canyon – lohnt sich das?

Ich sage immer: „Ja!“
Es kommt eben darauf an, wie man es sich vorstellt und was man machen will.
Wir haben im September mit unserem knapp 15-monatigem Sohn drei wunderschöne Tage am North Rim des Grand Canyon verbracht. Allerdings waren wir im Nachhinein sehr froh, dass ihn das Laufen damals nicht wirklich stark interessierte.
Warum und wem wir raten oder auch abraten den Grand Canyon mit Kleinkind zu besuchen erfahrt Ihr hier:
Der Grand Canyon – eine kurze Übersicht:
Der Grand Canyon ist fast 450 Kilometer lang. Davon liegen 350 Kilometer innerhalb des Nationalparks, der eine Fläche von insgesamt knapp 4950 Quadratkilometer hat. Er liegt im Norden Arizonas und hat eine Tiefe von durchschnittlich 1600 Metern. Dabei liegt das South Rim auf durchschnittlich 2100 Metern und das North Rim auf durchschnittlich 2400 Metern. An der breitesten Stelle ist der Canyon fast 29 Kilometer weit, an der schmalsten Stelle nur 180 Meter.

Das South Rim ist der beliebteste Anfahrtspunkt für Touristen. Hier befindet sich das „Grand Canyon Village“ welches das gesamte Jahr über geöffnet ist. Das North Rim hingegen ist weniger stark besucht. Nur 10 Prozent aller Grand Canyon Touristen kommen hier her. Dies liegt nicht nur daran, dass der Nordrand im Winter (15. Oktober bis 15. Mai) geschlossen ist, sondern, dass die Anfahrt etwas langwieriger ist und man den Rim nicht so leicht erkunden kann.

Im Sommer herrschen am Rande des South Rim Temperaturen von bis zu über 30 Grad. Am Nordrand ist es hingegen kühler und es wird meist nur bis zu 25 Grad warm. Vor allem nachts fallen hier die Temperaturen immer unter 20 Grad und können gar weit unter 10 Grad sinken. Im Inneren des Grand Canyon hingegen wird es tagsüber bis zu über 40 Grad heiß und kühlt auch nachts nicht unter 20 Grad ab.

Grand Canyon
What to do – mit Kleinkind am Grand Canyon:
Für alle die mit Kleinkind an den Grand Canyon, egal ob South oder North Rim, reisen wollen stellt sich als aller erstes die Frage:

was soll dort unternommen werden? Einfach mal da sein oder etwas unternehmen?

Wer lediglich einmal in seinem Leben am Grand Canyon gewesen sein möchte (Achtung Suchtgefahr!), nur einen Blick auf die weite und tiefe Schlucht samt Colorado River werfen will und damit zufrieden ist, muss sich keine großen Gedanken bezüglich einer Reise mit Kleinkind machen. Bitte werft aber einen kurzen Blick auf die Verhaltensregeln.
Wer allerdings plant mehrere Tage vor Ort zu sein, zu wandern und etwas zu unternehmen, der sollte sich genauestens überlegen, ob diese Unternehmungen mit Kleinkind auch so zu realisieren sind.

Die ständige Absturzgefahr
Am Grand Canyon – egal ob South oder North Rim – gibt es, außer an einigen Hauptaussichtspunkten, keinerlei Absperrungen. An den meisten Stellen kann problemlos bis zur Rim-Kante gelaufen werden. Auch die teils sehr schmalen Wege zu den „View Points“ sind nicht begrenzt. Das ist zwar wunderschön und lässt einen die unglaubliche Weite noch viel mehr spüren, aber ein Kleinkind sollte man hier definitiv niemals alleine laufen lassen. Einmal gestolpert, ein loser Stein und nichts hindert das Kleinkind mehr in die Tiefe zu stürzen.

Aber selbst dort wo es Abgrenzungen gibt gilt große Vorsicht. Denn diese sind natürlich nicht unbedingt für Kleinkinder gemacht, sprich ein Kleinkind passt eventuell unter einigen der Begrenzung hindurch oder kann sich beim Klettern auf einen höheren Stein darüber hinweg stürzen.
Todesfälle im Grand Canyon
Jährlich sterben mindestens eine handvoll Touristen im Nationalpark. Die meisten verunglücken allerdings weil sie sich beim Wandern im Grand Canyon überschätzen, zu wenig Wasser dabei haben oder/und falsch ausgerüstet sind.
Der bisher jüngste Grand Canyon Besucher der sein Leben verlor war vier Jahre alt. Das junge Mädchen rutschte in der Nähe des Mather Points – dem beliebtesten Aussichtspunkt am South Rim – über den Rand und stürzte rund 150 Meter in die Tiefe. Der Vater kletterte hinterher, konnte aber nichts mehr tun… 
Übermütige, neugierige Kleinkinder:
Kinder die gerade laufen lernen kennen die vielen Gefahren die am Grand Canyon auf sie lauern nicht, denn sie haben noch kein Gefahrenbewusstsein wie die Erwachsenen. Kleinkinder sind zudem Forscher. Sie wollen Dinge ausprobieren und wollen/müssen auch ihre eigenen Erfahrungen machen. Somit wissen Kleinkinder auch nicht was passiert, wenn man von einem zu hohen Stein springt über einen Felsvorsprung läuft.
Gastbeitrag


Unseren Sohn hat es beispielsweise überhaupt nicht interessiert, dass es neben uns mehrere hundert Meter in die Tiefe geht. Als wir ihn aus der Trage genommen hatten, wollte er geradewegs in den Grand Canyon hinein laufen. Vor dem Abgrund hatte er keinerlei Respekt oder Angst. Zielstrebig hätte er sich in die Tiefe gestürzt.

Natürlich hätten dies nicht alle Kleinkinder getan. Es ist wie immer vom Kind abhängig. Die Einen sind ängstlicher und schätzen etwas als Gefahr ein was die Anderen als ungefährlich einschätzen. Fakt ist, die kognitive und sensomotorische Entwicklung ist bei Kleinkinder einfach noch nicht ausgereift und sie können ihr Verhalten noch nicht vorausschauend steuern.
Das Kleinkind versteht noch nicht, dass es sich hier in den Tod stürzen könnte.

Wann ist ein Besuch am Grand Canyon mit Kleinkind nicht unbedingt empfehlenswert:

Generell muss jeder für sich selbst entscheiden was er machen möchte und auch kann.
Von einem Besuch vorerst abraten würden wir, wenn das Kleinkind eben das Laufen für sich entdeckt hat, ungern im Kinderwagen oder der Trage sitzt und die Eltern wandern oder viel zu Fuß unternehmen möchten.

Grand Canyon
Ebenso finden wir das beide Rims für einen Kurzbesuch (Tagesausflug) aufgrund der langen Anfahrt definitiv nicht empfehlenswert sind.
Nicht zuletzt ist ein Ausflug an den Grand Canyon sicherlich nichts für Eltern mit schwachen Nerven.
Für wen eignet sich ein Besuch am Grand Canyon mit Kleinkind:
Na für alle… alle die sich dabei wohlfühlen!
Wer ein Baby, Krabbelkind oder Kleinkind hat das gerne in der Trage oder Kinderwagen sitzt oder schon sehr sicher und brav an der Hand läuft, der hat Spaß am Canyon. Auch wer einfach an das South Rim fahren möchte um einen Blick von zwei, drei unterschiedlichen Aussichtspunkten in den Canyon zu werfen, der kann das definitiv machen.
Wanderungen sind – je nach Jahreszeit – für erfahrene Eltern ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Verhaltensregeln mit Kleinkind am Grand Canyon:
Eigentlich sind solche Regeln ja selbstverständlich, aber dennoch möchten wir diese noch einmal mit auf den Weg geben:
Der Grand Canyon ist wilde Natur, kein Freizeitpark.
Lasst Eure Kleinkinder in der Nähe des Rims nie alleine laufen.
Kleinkinder bestenfalls immer im Kinderwagen, der Trage oder zur Not auf dem Arm lassen.
Wenn keine Abgrenzung vorhanden ist heißt das nicht, dass es an dieser Stelle ungefährlich ist.
Lasst die Kleininder auch auf einem von der Rim-Kante entfernteren Parkplatz nicht unbeaufsichtigt laufen (Die Zwerge sind schnell).
Sobald Ihr auf unbefestigten Wegen unterwegs seid, bitte immer Vorbild und mit der richtigen Ausrüstung unterwegs sein.
Auch bei kurzen Wanderungen in den Canyon (vor allem im Sommer): achtet darauf dass es sehr heiß werden kann und das Kleinkind ausreichend zu trinken und Sonnenschutz benötigt. 

Das ist ein Gewinner Artikel unserer Aktion Elternblogger Lieblingslink!


Dieser Artikel habt ihr zum Elternblogger Lieblingslink im Monat März gewählt, er erschien das erste Mal auf Kind im Gepäck.

Quelle: Teilweise Bilder von www.kindimgepäck.de

 

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