Frühchen Eltern berichten / das Schicksal ist ein Arsch!

Entwicklung

Sandra hatte einen harten Kampf, bis sie nun endlich ihr Wunder Stanley im Arm halten konnte…


Hallöchen,
zu erst einmal wollen wir uns vorstellen, Papa Christian (30J.), Stanley (14 Monate) und meine Wenigkeit Sandra (25J.)

Eigentlich hätten wir auch schon einen süßen Prinzen, oder eine süße Prinzessin, aber es sollte vor sechs Jahren wohl nicht so sein und ich verlor es in der 13ssw.

Das war eine schwere Zeit für uns, nicht nur das wir die Fehlgeburt verkraften mussten, nein, mein Schwiegervater starb drei Monate später ,einen Tag vor Weihnachten, nach einem harten Kampf gegen den Krebs. Das Schicksal stellte uns echt auf die Probe, aber wir meisterten alles zusammen und es hat uns nur noch stärker gemacht.


Fruehchen Eltern

Wir hatten das Thema Kinderwunsch erstmal nach hinten verschoben. Die Jahre vergingen und fünf Jahre später hatte ich so ein seltsames Gefühl. Ich ging zum Frauenarzt und sie sagte wir wären schwanger.

Ich war so glücklich, denn es passte alles. Zwei Wochen später sollte ich wieder kommen, doch da war nichts mehr so wunderbar, alles deutete auf eine Schwangerschaft hin (hcg Wert stieg, mir war übel, Menstruation blieb aus…) nur in meiner Gebärmutter deutete rein gar nichts darauf hin 😰 nach zwei Wochen wieder hin…alles wie gehabt, nun hieß es den Grund zu finden…

Letztendlich hatte ich ein sogenanntes Windei „Scheinschwangerschaft“😥ich wusste nicht wie mir geschah, nun musste mein Körper akzeptieren, dass ich nicht schwanger war, durch Medikamente…

Ich wusste nicht wieso? Warum ich?

Was mache ich nur falsch?

Diese Zeit war furchtbar, nicht nur für mich, auch für meine Mitmenschen, denn ich war so in mich gekehrt und habe kaum jemanden an mich ran gelassen. 

Nun wollte ich nicht mehr verhüten, denn wir wünschten uns nichts sehnlicher, als ein kleines Wunder❤ 4 Monate später (22.5.2015) hatte ich einen Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin und sie sagte, sie müsste mal ein US machen, denn sie ahnt da was-auf einmal sah ich auf dem Monitor ein kleines Herzchen schlagen, ich weinte noch bei der Untersuchung, vor Glück. 

Fruehchen

Bis zur 12 ssw verlief alles ganz gewöhnlich, mir war übel, ich hatte Heißhunger und meine Brüste spannten, doch in der 13ssw hatte ich wieder diese höllischen Schmerzen. Die Angst, wieder mein Bauchzwerg gehen lassen zu müssen hätte ich nicht verkraftet, zum Glück war es nur eine Zyste die geplatzt ist.

Das Schicksal war gegen uns

Doch so leicht wollte uns das Schicksal dann nicht davon kommen lassen, bei der Feindiagnostik in der 22ssw gab’s Auffälligkeiten (Verdacht auf Trisomie 21) und es stand nicht fest, ob es ein Junge, oder ein Mädchen wird (ist wegen seiner Hypospadie Grad 4), wir entschieden uns eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen. Nicht weil ich mein Kind nicht gewollt hätte, wenn es Trisomie 21 gehabt hätte, nein, denn ich hätte ihn genauso geliebt ❤ wie jetzt, wir wollten Gewissheit, auch wegen dem Geschlecht.

Fruehchen

Nach drei Tagen des langen Wartens, kam endlich der erlösende Anruf vom Arzt. Alles ist gut, es wird ein Junge aber mit hoher Wahrscheinlichkeit hat er Hypospadie in welchem Ausmaß wisse man noch nicht. Okay soweit so gut. Ich beschäftigte mich stundenlang mit Hypospadie und fand den besten Arzt, den es in diesem Gebiet gibt.

Ich wusste sofort dieser Mann wird mal unseren Sohn operieren, und das wusste ich schon, obwohl mein Sohn noch im Bauch Purzelbäume schlug. Ich musste trotzdem alle drei Wochen zur Feindiagnostik, einerseits total toll, denn wir sehen immer so wundervoll unseren Schatz, andererseits hatte ich immer Angst vor diesem Termin.

In der 32ssw hatte ich auf einmal so komische Rückenschmerzen. Ich hatte zum Glück einen Frauenarzttermin, sie sagte es sei alles okay, nur mein pH-Wert sei etwas schlecht, sie gab mir was dafür mit.

Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen, ich war so fertig und müde aber es waren so höllische Schmerzen. Ich blieb zwei Tage nur im Bett… Ich konnte nicht mehr aufs Klo und sagte zu meinen Mann, dass es wohl besser sei mal im Krankenhaus vorbei zu schauen. Er packte die wichtigsten Sachen in eine Reisetasche und wir fuhren los.

Dort angekommen, untersuchte mich eine Ärztin, sie sagte Glückwunsch Frau K….. Sie bekommen ein Sonntagskind.

Oh man, ich kann euch gar nicht beschreiben, was mir da alles durch den Kopf ging. Mein Mann und ich schauten uns an und konnten einfach nichts sagen.

7 Presswehen und zwei Stunden später…

Eine halbe Stunde später waren wir auch schon im Kreißsaal und ich bekam Presswehen. 7 Presswehen und 2Std. später war unser Wunder da. Ich durfte ihn nur kurz auf meiner Brust behalten, aber in den zwei Minuten schrie er und wir wussten er kann allein (ohne Lungenreifespritze) atmen.

Danach kam er auf die Neonatologie, ganze fünf Wochen. Mama war stets an seiner Seite und Papa kam immer nach dem Feierabend und blieb bis Abends. Wir kuschelten jeden Tag und er meisterte es super. Er wog 1510gr und war 41cm.

Fruehchen

Ich habe oftmals, wenn ich mal allein war geweint, denn klar war ich über alles froh ihn zu haben, aber ich verstand nicht wieso er zu früh kam. Bis heute habe ich keine Antwort darauf.

Aber die hauptsache ist ja, dass es ihm gut geht. Er ist nun 14 Monate alt und entwickelt sich prächtig😍,er krabbelt was das Zeug hält und will langsam allein laufen, Mama und dadada und viele unverständliche Worte spricht er und lachen ist sein größtes Hobby 😍 er ist so ein Sonnenschein!


Ihr möchtet eure einzigartige Frühchen Geschichte erzählen? Dann meldet euch gerne! Per Mail an mamasdaily@gmx.de

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