Frühchen Eltern berichten / die OP ging schief

Fruehchen Eltern

Wenn genau das eintritt, was man sich definitiv nicht wünscht…die Op der Kleinen ging schief…Wie sich die kleine Isabell durchkämpfte..


Isabell ist am 08.03.13 bei 24+1 per Notkaiserschnitt auf die Welt gekommen! Sie wog 630 Gramm und war 31 cm groß!

Isabell ist aus einer künstlichen Befruchtung entstanden! Im Februar 2012 bekam ich die Diagnose nicht auf natürlichem Wege schwanger werden zu können… Also entschieden wir uns für eine künstliche Befruchtung.

Anfang August 2012 habe ich dann mit den Hormonspritzen angefangen. Am 15.08.12 erfolgte die Eizellentnahme. Da sagte mir der Arzt schon, dass ich an einer Überstimmulation leide und er den Eizellentransfer 2 Tage später nicht empfiehlt. Mir wurden insgesamt 34 Eizellen entnommen…

Davon ließen sich 20 befruchten und einfrieren. 2 Tage später musste ich dann ins KH weil ich schon 4 Kilo Wasser eingelagert hatte! Innerhalb weiterer 7 Tage kamen noch 13 Kilo hinzu! Echt kein Spaß… Danach habe ich dann eine Woche lang alles ausgeschwemmt! Auch nicht unbedingt lustig!

Fruehchen
Das war dann aber überstanden, also folgte am 10.10.12 der Eizellentransfer. Hat auch gleich beim ersten Mal geklappt! 

In der 6 SSW hatte ich ein Hämatom, welches eine Blutung auslöste. Zum Glück war das aber nicht weiter schlimm.

Unser Drama begann…

 

Bis zum 01.03.13…da begann unser Drama…
Ich hatte abends Rückenschmerzen und bin früh ins Bett. Gegen 5 Uhr wurde ich durch einen starken, ziehenden Schmerz wach. Bin zur Toilette und hatte Blut am Toilettenpapier. Also sind wir ins KH gefahren. Da hat es auch eine Weile gedauert, bis überhaupt klar wurde, was los war.

Ich hatte bereits Presswehen, der MM war 4 cm offen und ich hatte einen Fruchtblasenprolaps. Ab an die Tokolyse und mit Blaulicht in die Uniklinik.
Da war ich bei 23+2. Eine Woche habe ich sie noch in mir behalten können.
Dann war sie da, meine kleine Motte!

Fruehchen

Als ich sie das erste Mal sehen konnte, waren da überhaupt keine Muttergefühle… es hat auch recht lange gedauert bis ich welche hatte…

Die Op ging schief!

 

Die ersten Tage ging es ihr ganz gut. Am 8 Lebenstag wurde sie dann am Ductus operiert. Leider unterlief dem Chirurgen ein Fehler, er hat die linke Pulmonalarterie verschlossen. Also wurde sie am 10 Lebenstag nochmal operiert!
Den ganzen Brustkorb haben sie aufgemacht…
Danach hat alles lange stagniert! Sie war lange intubiert und beatmet, brauchte immer wieder Sauerstoff… dadurch entwickelte sie eine extrem schwere BPD. Der nächste Knaller kam dann Mitte Juni 2013!! Ihr Zustand hat sich extrem verschlechtert. Sie musste wieder intubiert werden, bekam eine sedierung, hat Wasser eingelagert und brauchte 100% Sauerstoff.

Sie hätte in diesen 2 Wochen sterben können, hatte sich aber durch geboxt. Am 01.08.13 bekam sie dann eine Teachealkanüle und es ging ihr stetig besser.

Ein ständiges Auf und Ab

 

Am 26.08.13 fuhren wir dann zur Reha. Dort wurde sie dann wieder beatmet, weil die Werte schlecht waren. Es war ständig ein auf und ab, und es hat auch echt an den Nerven gezerrt..
Am 09.04.2014 (1 Jahr, 1 Monat und 1 Tag) durften wir dann endlich nach Hause!!
Mit Heimbeatmung, Intensivpflegedienst, Sauerstoff und einer PEG-Magensonde.

Es war echt nicht immer einfach mit allem, aber wir haben das gröbste nun zum Glück überstanden!
Dieses Jahr am 25.10.16 wurde das Tracheostoma verschlossen, sie fängt nun an zu quatschen und dreht so richtig auf!

Fruehchen
Auf den Sauerstoff sind wir dann und wann noch angewiesen und auch der Pflegedienst wird uns noch eine Weile begleiten.
Die Nahrungsaufnahme ist jetzt noch unsere größte Baustelle!! Denn Essen will sie noch nicht!
Sie ist auch noch Entwicklungsverzögert von rund 1 1/2 Jahren!

Meine kleine Kämpferin und Heldin!

 

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