Frühchen

Fruehchen

…da lagen wir also..Bebi E. auf der Intensiv und ich 2 Stockwerke und 3 Zimmer weiter und konnte erstmal nicht aufstehen.

So fühlte sich das Mutter-sein an?


Ich fühlte mich hilflos. Aber Zeit zum Nachdenken blieb mir nicht, im selben Augenblick wurden mir zwei Trichter in die Hand gedrückt und bevor ich wusste was genau los ist ..lag ich da,angeschlossen an der Milchpumpe und fühlte mich wie eine Milchkuh. DAS ist ‚Mutter-sein‘!?

Eigentlich war mein Plan zu stillen,aber relativ schnell merkte ich, dass ich meine Pläne, die ich so in meiner Schwangerschaft ausgiebig geschmiedet habe, aus meinem Kopf schlagen konnte. Meine Traumvorstellung einer tollen Schwangerschaft und einer super Geburt, mit dem Gedanken auf einem Schaukelstuhl mit meinem bereits gekauften Stillkissen zu sitzen..zerplatzte wie eine Seifenblase.

Mein Kämpfer, der sich in meine Welt boxte

In erster Linie galt für mich ‚Kind nimm die Muttermilch an‚ und hoffentlich kämpft sich Bebi E. die nächste Zeit in die Welt!  Er tat es und wie, und ich erlebte einen unbändigen ‚Mama-Stolz‘ , der mich wie eine Löwin mit kämpfen ließ.
Es ist nun mal ein „Frühchen“ hieß es , nein es ist mein Kämpfer, der sich in meine Welt boxt!

Ganze 5 Wochen stand ich jeden Vormittag parat, um bei Bebi E. zu sein und fuhr jeden Abend mit einem leeren Gefühl nach Hause ,weil ich ihn wieder und wieder zurück lassen musste.Unbenannt-31.jpg

„Frühchen“..ein fast unmenschliches Wort…das bedeutet für mich Angst gekoppelt mit Hoffnung und dem Wissen,dass du ohne Geduld zu Grunde gehst. Das unendliche Glück, das du in deinem ‚Mutter-sein‘ empfindest, ist der Atemzug, der dich am Leben hält.

DAS war zunächst mein ‚Mutter-sein‘

 

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