Mädchen oder Junge? / Über die Namensfindung

Namensfindung

Ein Gastbeitrag zum schmunzeln, heute schreibt der Papi vom Blog ShrimpsKrams über die Namensfindung und die dazugehörenden Problematiken- viel Spaß!


Es ist soweit, die (eigene) Frau ist schwanger und gemeinsam freut man sich auf den Spross. Welches Geschlecht dabei herauskommt ist ja egal. Heutzutage und in unseren Gefilden kommt es ja nicht mehr darauf an einen Stammhalter zu zeugen, der den Fortbestand der Familie sichert. Aber es gab bei mir dann doch ein paar Präferenzen.

All Inclusive

Das Baby wuchs im Bauch der Mama vor sich hin und wurde hinten und vorne versorgt. Ein All Inclusive Urlaub quasi. Dabei war dem Kleinen nicht bewusst, dass Mama und Papa Jahre zuvor bereits eine Entscheidung getroffen haben, welche auch sein Schicksal beeinflussen würde.

Genauer gesagt ebenfalls in einem All Inclusive Urlaub vor acht Jahren. An diesem Tag sollte der (vorläufige, da im letzten Moment umgeworfene) potentielle Name für das zukünftige Kind festgelegt werden. Wir saßen abends vor der Bespaßungsshow an der Bar. Neben den obligatorischen Cocktails mit billigem Zutaten vertrieben wir uns die Zeit mit Würfelpoker (Urlaubszeit verbringt man eben so). Nach ein paar Runden fiel uns auf, dass die Tabellenüberschrift aus unserer beider Namensteilen einen neuen Namen bildeten. Prompt wurde beschlossen, dass das der Name unseres Kindes sein würde.

Namensfindung

Erster Name

Dabei war es nicht so eine offensichtliche Kombination wie Martin und Tina, Petra und Erwin, Herbert und Anna, Karin und Leopold, und so weiter. Unser Name hat den Vorteil, dass er prinzipiell für beide Geschlechter möglich war. Der Name bildete sich aus Robert und Ines und ergab Robin. Es war beschlossene Sache. Unser Kind würde Robin heißen, egal ob ohne oder mit fehlenden Glied.

Ein Problem für mich bei der Sache war, dass Robin ja der Partner von Batman ist. Das hatte für mich immer einen leicht bitteren Beigeschmack, deswegen hätte ich damals schon lieber ein Mäderl gehabt.

Zweiter Name

Unser erster Name kommt aus dem Englischen. Das hat in dem Zusammenhang gut funktioniert. Bevorzugen würden wir aber eher klassische, lokale Namen. Wobei das lokal auch gedehnt werden kann, solange es nicht eine andere Sprache braucht um korrekt ausgesprochen zu werden. Da passte Robin gut ins Konzept.

Da der Plan eines zweiten Kindes da war, dachten wir auch über einen zweiten Namen nach. Frei nach dem ersten Ansatz bildeten wir aus Namensteilen unserer Mütter eine Annemarie. Das passte und gefiel uns gut.

Nun war unsere Annemarie nicht so flexibel wie Robin und der Name gefiel uns zu gut um dann doch keine Verwendung zu finden (Annemario wurde von meiner Frau nicht akzeptiert). Aus diesem Grund wurde, um das Risiko zu minimieren, meine Präferenz zu einem Mädchen gefestigt.

Namensfindung

Erster Freund

Ich plane ja gerne ein wenig voraus, um dann nicht ganz so von der Zukunft überrascht zu werden. Das funktioniert zwar relativ schlecht, aber schaden kann es auch nicht. Ich habe mich also ein wenig vorab damit angefreundet, dass eines meiner Kinder ein Mädchen wird. Das bringt für einen Papa natürlich auch Beschwerlichkeiten mit sich. Ein wesentlicher Punkt ist, wenn die dann nicht mehr so kleine Tochter den ersten Freund nach Hause bringt oder dieser dann bei uns übernachtet.
Manch anderer Vater droht dem Möchtegernschwerenöter mit Feuer- oder reiner Kraft. Ich würde da ein wenig subtiler rangehen.

Wenn die Zwei am nächsten Morgen raus wollen werden sie von mir im Adamskostüm in Empfang genommen und natürlich herzlich begrüßt. Wenn der Freund dann nicht gleich Reisaus nimmt, könnte er verrückt genug sein (das gute verrückt – kein Serienmörder verrückt), um in die Familie zu passen. Wie es dann in Wirklichkeit aussieht ist wieder was ganz anderes. Der Plan funktioniert aber nur mit einer Tochter. Deswegen hier auch die verstärkte Bevorzugung.

Kinder

 

Abschließendes

Ja, dass ich vor der Geburt eine Tendenz zu einem weiblichen Nachkömmling gehabt habe, ist glaube ich recht offensichtlich. Ich war mir nicht richtig bewußt, warum dass eigentlich so war. Rückblickend kann ich sagen, dass es bei mir stark durch die vorab definierten Namen geprägt war. Eine andere Bevorzugung gab es meines Erachtens nach nicht.

Unsere Annemarie ist nun im siebten Monat und ich nutze bis dahin die Zeit um meinen groben, zukünftigen Plan auszufeilen.


Dieser Beitrag entstand vom Papi des Blogs Shrimpskrams, vielen Dank dafür! 

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