Mama, mach einen Babykurs mit mir!

Baby

Da war ich nun mitten im Getümmel, zwischen anderen Müttern, stark riechenden Babypupsen, Bebi E, der sich noch etwas unsicher war und einer wichtigen Hebamme, die umher kreiste und Namensschildchen verteilte…


Meine erste Kurs Erfahrung begann eigentlich schon in meinem Geburtsvorbereitungskurs, wobei Bebi E. da offensichtlich weniger Lust darauf hatte , als ich , denn von zehn Kursabenden, nahmen wir 7 mit , danach wollte Bebi E. auf die Welt, wir verpassten quasi das Eigentliche.

Aber jetzt ist Bebi E. hier und ich hatte irgendwie so das Gefühl, das sein Gesichtsausdruck mir sagte “ Mama, mach einen Babykurs mit mir! „ , vielleicht hatte er auch einfach ein schlechtes Gewissen, wegen meinem heiss-geliebten Geburtsvorbereitungskurs…

Da stand ich also, meine Motivation war da, meine Unsicherheit war riesig, meine Überforderung noch viel größer. Welchen nimmst du?

         Unsicher, überfordert, welchen Kurs?

Ich las die Liste, die Preise, die Vorschläge, klappte die Liste zusammen und warf sie in den Müll!

Letztendlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, wenn Kurs, dann einfach auf das eigene Bauchgefühl hören, was ist einem selbst wichtig und vorallem was möchte man zusammen mit seinem Kind machen, und noch viel wichtiger was macht uns Spass? Für Bebi E. und mich kamen dann also zwei Kurse in Frage „Kangatraining“ und „Babymassage“ .

Warum Kangatraining? Ich hatte mich sowieso schon für eine Babytrage entschieden. Ja, eine Trage, ich bin keine Tücherfee. Und da ich auch mit dieser Trage meinen Haushalt erledige und man(n) mich öfter mit Staubsauger und Trage rumwirbeln sieht, dachte ich mir, warum nicht mal zur Abwechslung das ganze aus Spass?

Unbenannt-17 - Kopie 

Aber da war ich nun in einem Sitzkreis mit anderen ziemlich euphorischen Müttern, einem undefinierbaren Geruch..ich schätze es muss das Lavendelöl in Kombination mit Babypupsen gewesen sein..Bebi E, der noch etwas kritisch schaute und einer Hebamme die gerade dabei war mein Namensschild an meine Brust zu kleben. Ich war noch am überlegen, ob ich in die postnatale Mama-Euphorie hineinpasse, da ging es auch schon los.

               im Sitzkreis, mit Lavendelöl

Der Sitzkreis stellte sich nacheinander vor,unschwer auch an den von der Hebamme, inzwischen auf jeder Brust angebrachten Namensschildchen zu erkennen und ich stellte relativ schnell fest, das Bebi E. und ich „mal wieder“ aus dem Rahmen fielen. Schon alleine unseres „Frühchen Stempels“ wegen, weshalb wir natürlich ausgiebig gemustert wurden.

Lavendel

Es fiel mir relativ schwer, unserer durchaus bemühten Hebamme zu folgen, was wohl zum einen an der Masse der kleinen Räuber lag, und zum anderen an dieser stark irritierenden Hintergrund Musik – Sie erinnerte mich irgendwie an eine nackt, tanzende langhaarige Frau, die mit Tüchern barfuß am Strand entlang schwebte-..aber zurück zum Babyöl, denn Bebi E. wartete schon sehnsüchtig auf seine ausgiebige Massage.

Ich befolgte also die genaue Anleitung der Hebamme, ohne allerdings dabei Summgeräusche dazu zu machen, denn zum einen kam ich mir irgendwie lächerlich vor und zum anderen wäre wohl Bebi E. aufgestanden und gegangen.

Es wurde eine halbe Stunde fleissig geölt, geschmiert, und fast synchron gesummt (aber nicht von mir!) und Bebi E. genoß es sichtlich.

            Babymassage, mehr als angenehm! 

Ich selbst,jegliches drum herum ausgeblendet, empfand es mehr als angenehm, weil es für mich und Bebi E. eine sehr innige Erfahrung war und es hat uns beiden, jedem auf seine Art , Spass gemacht!

 

 

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