Mein Baby heisst „Nein“, mit Nachnamen „lass das“

Fruehchen Eltern

Eigentlich müsste Bebi E.,eben Bebi E. heissen! Wir haben ihn schließlich so getauft und monatelang nach einem passenden Namen für ihn gesucht, aber  da ist er nun , „Bebi E.“, Stopp! „Nein“, mit Nachnamen „lass das“. Da liegt er jetzt und versucht sich gerade mit Genuß die Feuchttücher Box in den Mund zu stopfen „Nein“ , „lass das!“ .


Ja, normalerweise wäre Bebi E. eigentlich Bebi E. , nur inzwischen haben sich die Zeiten geändert , Bebi E. ist schneller älter geworden, als ich Bebi E. schreiben kann. Und genau das scheint auch das Problem zu sein!

Denn je älter er wird, desto mehr befürchte ich Bebi E. wird zum Zweitnamen. Darf ich vorstellen? Mein Baby heisst „Nein“, mit Nachnamen „lass das!“ . Je mehr ich diese Sätze ausspreche, desto mehr befürchte ich, glaubt mein Baby das es wirklich so heisst!

Aber der Tag hat nunmal 24h , und der kann mit Baby sehr lang sein. Und je mehr sich der Tag zieht, desto mehr wird „Bebi E.“ zu „Nein, lass das!“.

Auf dem Wickeltisch stibitzt er sich schneller als ich schauen kann, die Feuchttücher Box und versucht sie sich mit Genuss in den Mund zu schieben …“Nein, lass das“ ! Diesesmal scharf ausgesprochen.

der Tag kann mit Baby sehr lang sein! 

Eine Mütze auf dem Kopf tragen? Wieso auch? Die wird natürlich sofort wieder runtergerissen. „Nein, lass das“! Jetzt …eher genervt.

Oder als Sagrotanmama,wie meine Wenigkeit, würde ich ihm am liebsten seinen neuen Namen entgegen brüllen, wenn er sich wieder alles, was er so findet, in seinen Mund schiebt und mich der Ekel überkommt.

Ganz gerne ausgesprochen wird er auch, wenn Mister Provokant schlafen sollte und stattdessen lieber noch drei Rollen veranstaltet, die er gerade neu gelernt hat. Wird meist ja in solchen Momenten getestet..man hat ja nicht den Tag über Zeit. Dann wird „Nein, lass das“ eher genervt, mit einem Hauch von Wut ausgesprochen.

nein, lass das! 

Kein Baby der Welt rollt sich soviel und so oft hintereinander , wie mein Baby auf dem Wickeltisch und natürlich genau dann, wenn ich gerade dabei bin die frische Windel anziehen zu wollen.. da geht es ja schließlich ums anziehen! Also da fällt der neu ausgewählte Name sehr oft hintereinander “ Nein, lass das“ !

Fakt ist , je älter er wird, desto öfter und intensiver wird der neue „Name“ ausgesprochen. Aber der „Neue“ ist ja was ganz besonderes, denn er kann in so vielen verschiedenen Lautstärken und Tonlagen ausgesprochen werden, wie kein anderer „Name“ der Welt!

Bebi E. wird sich wohl inzwischen fragen, ob wir uns richtig entschieden haben mit seinem Namen ,ob er wirklich ab nun „Nein, lass das!“ heisst, oder ob das vielleicht doch eine ganz andere Bedeutung haben sollte!? Der Vorteil ist, je älter er wird, desto mehr versteht er hoffentlich dann auch den Sinn des neuen „Namens“, den er so oft hört.

Und bis dahin ist er seit Neuestem „Nein“, mit Nachnamen „lass das!“ , und wenn er es zwischendurch schafft seine Mama anzulächeln..ja,  dann ist er einfach wieder „Bebi E. „

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. muss gerade lachen. Ich will Dir ja nicht die Hoffnung nehmen…. aber das bleibt eine Weile…. da kommt noch das Krabbeln (vielleicht) , die ersten Schritte, die Trotzphase, der Kindergarten… ich könnte noch ellenlang so weiter machen. UND er ist nicht der Einzige, der sich so viel auf dem Wickeltisch rollt…. Du machst nichts anderes durch, als ganz viele Mütter (jetzt in diesem Moment) auch… das ist alles so normal. Genauso normal wie die Gedanken, die Du jetzt hast. Ich habe gut reden… habe das ja längst hinter mir…. aber ich muss schmunzeln, nein lachen… das ist so schön. Wirst Du Jahre später auch sagen!

  2. Nein und Lass das bringt gar nichts, egal welcher Tonfall. Ich habe mir bei vielem angewöhnt zu erklären. Bei allem anderen hinnehmen, akzeptieren, es ist ein Baby, nicht mehr lange, dann ist es ein Kleinkind und der Stress würde ins Unermessliche steigen, wenn man dauernd nur mit Nein unterwegs wäre. Oft funktioniert bei uns tatsächlich eher: mach das (bitte) nicht, weil… Ich möchte/will nicht, dass Du… etc. Normal reden, normaler ggf ernster Tonfall.Langsam und deutlich reden. Nein und Lass das ist abstrakt, wenn die Handlung nicht benannt wird. Da erschreckt meist nur der Tonfall. Was und warum Mama und Papa so reden, verstehen sie nicht. Deswegen kann man sich den Stress da auch gleich sparen.

  3. Sie erkennen die Zusammenhänge zwischen Worten und Gegenständen sehr schnell. Eher, als das Nein an sich einen Sinn für sie ergibt. Wenn man davon ausgeht, dass es eh nichts bringt, braucht man dann so gesehen auch gar nichts sagen.

  4. Das disktutiert wird, kannst Du nicht vermeiden. Mir ist vielleicht auch, ob der späten Stunde, die Ironie etwas entgangen 😉

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