Wieso ich den Räuber im Netz nicht zeige

Anonym im internet

Wieso ich auch als Blogger noch für eine gewisse Anonymität bin und weshalb ich meinen Räuber nicht und nie im Netz zeigen werden, viele von euch wissen inzwischen…


Viele von euch wissen inzwischen, dass von meinem Räuber noch nie ein Bild von vorne, mit Gesicht gegeben hat. Auch als Blogger, bzw. Mamablogger, bewahre ich mir noch eine gewisse Distanz und eine gewisse Anonymität und das ist auch wichtig. Ich selbst zeige mich im Internet, aber ich halte es für unwahrscheinlich sinnvoll, alles in einem gewissen Rahmen zu zeigen. 

Alles zeigen, für ein paar Likes

Instagram ist für tägliche Schnappschüsse und Momentaufnahmen, die Plattform schlechthin. Und da erlebe ich täglich wunderbare, lustige Bilder, aber auch Bilder, die mich erstarren darüber lassen, wie freizügig Eltern mit ihren Kindern umgehen, wie selbstverständlich Momentaufnahmen in allen möglichen Posen gepostet werden, oft nur für ein paar Likes und Klicks. Aber nicht nur das, man bekommt Einblicke in die komplette Wohnung und viele Intimitäten werden geteilt.

Anonym im internet

Man sollte meinen, als Mamablogger ist sowas völlig selbstverständlich, schließlich ist man eine Person die alles öffentlich teilt, Gedanken, Erfahrungen, Erlebnisse und Co werden regelmäßig aufgeschrieben, aber wie heisst es so schön? Das Internet vergisst nicht! 

Wenn ich mich daran zurück erinnere, wie peinlich ich meine eigenen Baby Schnappschüsse in unseren Fotoalben in meiner Pubertier-Zeit fand, dann will ich nicht wissen, wie elend es der Räuber findet, wenn ich über Monate, Jahre alles, in allen erdenklichen Posen poste, für die ganze Welt! 

Auch das regelmäßige Löschen der Bilder auf dem eigenen Account bringen übrigens absolut nichts, sie sind zwar nicht mehr auf dem Account, aber bereits längst im Internet verteilt, ohne dass du dafür etwas dazu beigetragen hast.

Auch die wunderbaren Bildchen, die man den Kindern auf die Augen oder aufs Gesicht zaubert, in Herzchenform, Sonnenbrillen und Co bringen nichts! Viele machen sich sogar die Mühe, die Gesichter zu verzerren mit speziellen Programmen, wobei das ebenfalls niemanden davon abhält, dein Kind komplett anzusehen, sofern man ein bisschen technisches Know-How besitzt.

Anonym im internet

Der Mama Stolz schaltet den Kopf aus

Ich glaube das oftmals, die Euphorie und die Freude daran, dass gerade das Baby / Kind etwas wunderbares, aussergewöhnliches oder total doofes gemacht hat, im Vordergrund liegt und es dann just in dem Moment auch direkt gepostet werden muss. Der Mama Stolz überwiegt, der Kopf schaltet ab, man freut sich über nette Kommentare anderer Mamis. 

Das ist auch völlig okay! Ich verbringe täglich Stunden im Internet und habe bereits einiges gesehen, nicht das gesamte Internet ist böse, wird manipuliert oder Babyfotos tauchen in einem Pornoring auf. Wichtig ist, zu wissen das man seine Bilder nicht nur auf seinem Profil postet, der evtl. sogar auf privat gestellt wurde, das scheut nicht davor, dass es die Welt trotzdem sieht. Ein gesunder Umgang damit muss unbedingt gegeben sein um die eigenen Kinder zu schützen.

Übrigens kann dir dein Kind noch nicht sagen, ob es gerade nackig in der Wanne gefilmt werden will, oder nur mit Windeln bekleidet fotografiert. Dafür aber sitzen überall in einer gar nicht so dummen Tarnung Pädophile-Irre, wie die Hyänen, denn so Mamablogger, Mami Foren, Profile von Müttern sind das Paradis. 

Anonym im internet

Einen kleinen Denkzettel, zum Abschluss möchte ich euch noch mitgeben. Nach 8 Wochen des bloggens, hatte ich ungewollt meine erste Erfahrung mit einem Pädophilen auf Twitter, der damals sogar einen eigenen Blog darüber verfasste. Er wurde zum Glück auch von mehreren direkt entlarvt, die Polizei wurde verständigt und auf Twitter gemeldet. Der Blog wurde binnen 1h gelöscht… Er trieb sich zwischen den Mamis herum und sah erstmal völlig harmlos aus…

…in diesem Sinne, beware what u do!

9 Kommentare

  1. Finde den Artikel gut geschrieben und ich bin genau deiner Meinung!!! Solche Erfahrungen wünscht man natürlich keinem. Das tut mir sehr leid!!!

  2. Danke für deine ehrlichen Worte. Ich halte unsere beiden Mädels auch aus allem raus. Auch wenn wahrscheinlich sonst mehr Bilder zusammen kommen würden, ich verzichte auf Rücksicht auf die Privatsphäre meiner Kinder lieber auf ein paar tolle „Schnappschüsse“

  3. Ja, ganz schwieriges Thema, über das ich selber in letze Zeit viel nachdenke, manche präsentieren ihre Kinder gerade zu. Lassen sich beschenken mit Kinderartikeln und stellen ihr Kind dann als Model zur verfügung. Von Lia wird es auch kein Bild online geben! Bin deiner Meinung! Liebe Grüße 😉

    • Danke Anja, für deine Meinung. Ja, leider denke ich oft, ist das just in dem Moment völlig un durchdacht von den Eltern und ich will nicht wissen, ob sie es nicht mal in ein paar Jahren bereuen werden…dann, wenn es zu spät ist. Es ist leider nun nich mal eben peinlicher Weise ein Fotoalbum der Verwandtschaft gezeigt, mit Fotos, die man hätte besser nicht zeigen sollen. Man zeigt diese Fotos, der ganzen Welt, Leuten, die man noch nie gesehen hat, die man womöglich nie sehen will…und die man eben nicht einfach mal wieder zuklappen kann und weglegt, sondern die immer irgendwo gespeichert sind, über mehrere Jahre und nicht einfach mit einem Klick weg sind.
      Wenn ich also noch nicht mal Herrn Xyz von der Straße neben an mein Kind in der Badewanne zeigen will, warum zeige ich es dann der Welt?
      Das ist der Punkt, für den Nachbarn bewahrt man die Distanz, weil er realitätsnah ist, aber ein klick im Internet zeigt mir nich gleich, wieviel Menschen das Bild nun sehen können, wie sie aussehen, wer sie sind etc. Es zeigt mir gar nichts, also ist es völlig realitätsfern, das mein Bild Millionen Menschen sehen können und somit nicht so tragisch. -tückisch-

  4. Pingback: Abenteuer Strandbad / Von Eltern und merkwürdigen Müttern |

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