Bin ich im Lagerkoller während des Corona Virus oder ist Covid-19 eine Pandemie mit Chancen?

So schnell wie der Corona Virus einen überrollt hat, so schnell konnte man sich nicht darauf vorbereiten, egal in welcher Form. Die Pandemie ist angekommen und die Frage ist wie kommen wir mit Covid-19 klar? 


Ich kann mich noch an meine letzte gemeinschaftliche Aktion erinnern. Noch nicht allzu lange her. Völlig ausgelassen auf einer der vielen Fastnachtsumzüge und Partys. Ein Schunkeln und Lachen mit Leuten, die man gar nicht kennt. Ein ausgelassenes Feiern und Spaß haben. Damals, als ich nach Hause fuhr hätte ich nie gedacht, dass sowas von Heute auf Morgen vorbei sein kann.

Von Heute auf Morgen ist einfach alles vorbei, dank dem Corona Virus! 

Das ich und wir alle von Heute auf Morgen völlig eingeschränkt und isoliert leben sollen. Und ich hätte nie gedacht, dass ein so ausgelassenes Feiern und ein gemeinschaftliches Zusammensein und Spaß haben plötzlich so gefährlich werden kann. Und ehrlich, so langsam vermisse ich genau das! 

4 Wochen später, schreibe ich diese Zeilen. Nun sieht das anders aus. Der Corona Virus hat alle im Griff, man hätte nie gedacht, dass es ein solches Ausmaß annehmen würde. Und alle hoffen irgendwie sich nicht mit Covid- 19 anzustecken. Es herrscht ein Ausnahmezustand und das nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Weltbevölkerung. Die WHO erklärte die Lage zur Pandemie. Und eigentlich stellt sich nur noch die Frage wie angeschlagen wir aus dieser Corona-Situation herauskommen.

Ich habe mir anfangs überlegt, hier eine Art Corona-Tagebuch zu schreiben. Nicht unbedingt für euch, eher für mich selbst. Irgendwann werde ich nämlich all das hier wieder lesen und hoffentlich lächelnd davor sitzen und sagen können „es war die Hölle, aber wir sind irgendwie aus dem Mist raus gekommen“. Allerdings nimmt mich der Corona-Ferien Alltag aktuell so sehr mit ein, dass es mir nicht möglich ist, hier jeden Tag einen Bericht zu schreiben.

Covid -19 hat mich eingenommen und ich bin im Lagerkoller angekommen! 

Die Kindergärten haben nun aktuell seit 4 Wochen geschlossen und momentan heißt es auch in dieser Situation nur irgendwie zu überleben. Was anfangs ein Krampf für mich als Elternteil war, sich in der Sache umzustellen, ist inzwischen ein Krampf für den Räuber. Denn jegliche Spaß-/ Beschäftigungsversuche werden jeden Tag noch mühseliger und anstrengender. Da helfen auch die gut gemeinten drölfzig Beschäftigungsideen für Kinder im Netz nichts mehr. 

Ich habe das Gefühl, dass ich längst in diesem typischen Lagerkoller angekommen bin. Mein Home Office funktioniert mal gut, mal schlecht. Oftmals aber eher schlecht. Zum Glück habe ich zuverlässige Mitarbeiter die vieles abfangen und ich bin froh, überhaupt noch etwas Arbeit zu haben in meiner Selbstständigkeit, auch wenn ich an dieser Stelle wie so viele sehr viele Einbußen verzeichnen kann. Und die Existenz-Angst, neben der Angst krank zu werden deutlich überwiegt. 

Inzwischen kommt es mir so vor, als würde ich jeden Grashalm im Garten kennen ( ich frage mich, wie lange es geht, bis ich mit diesen zu reden anfange) und der Hund scheint seine Hunderunde auch nicht mehr so prickelnd zu finden.

Kurz um es zerrt jeden Tag an allen Nerven und ich habe das Gefühl, man lebt nicht mehr…man funktioniert. Man funktioniert so lange, bis man aus dieser Nummer wieder draußen ist. Bis man wieder durchatmen kann, wieder einen Alltag hat. 

Was ich bisher aus dieser Pandemie und dem Corona-Virus mitgenommen habe? 

Ich lerne gerade selbst über mich hinaus zu wachsen. Mit der aktuellen Lage habe ich das Gefühl, zwangsläufig wieder enger an die Familie gebunden zu werden, was durchaus nichts negatives ist. Denn oftmals verliert man sich mit Kind im Alltag und scheint vor lauter Stress vieles nicht wahrzunehmen. Nun hat man Zeit, viel Zeit. Und ich habe das Gefühl, dass Corona für mich selbst ein kleiner Seelenspiegel ist, der mir vor die Augen gehalten wird. Der mir zeigt, wie ich bisher gelebt habe und was ich vielleicht auch wieder anders, besser machen könnte.  So viel Zeit mit Kind und Familie ist unwahrscheinlich anstrengend,  würde ich etwas positives an Covid-19 finden müssen, dann wäre es das. 

Ich habe das Gefühl, dass mir Corona so ein bisschen das Leben reflektiert. Das mir die Situation zeigt, das Leben wieder schätzen zu lernen.

Das Leben neu entdecken – Danke Corona! 

Wir meckern jeden Tag so oft auf hohem Niveau mit dem eigentlichen Wissen, dass es uns an nichts fehlt. Und wenn ich mich jetzt umdrehe und sehe, dass Restaurant Besuche, Konzerte, Kinos, Freibäder, Spielplätze, Kindergarten, Schulen, Freundschaften, Familienbesuche zu Ostern etc selbstverständlich waren und wir all das gerade nicht mehr haben von Heute auf Morgen, dann weiß ich mein altes Leben wieder zu schätzen und ich hoffe, dass wir alle irgendwie aus der Corona Situation heil herauskommen und zumindest ein Teil unseres alten Lebens wieder zurück bekommen. 

 

Bleibt gesund- bleibt zu Hause! 

 

 

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