Frühchen, ein Handicap?

Mama

Sind Frühchen in irgendeiner Form benachteiligt, sprich gehandicapt? Sind sie nicht „normal“ ? Frühchen sind „anders“! Oder immer „hinten dran“ ? Frühchen, ein Handicap? Vorurteile, Urteile oder schlicht weg …absurde Aussagen! …


Mit dieser Frage setzt man sich als werdende Mama nicht auseinander, denn man geht schließlich davon aus, dass die eigene Schwangerschaft optimale 40 Wochen dauert. Meine eigene Erfahrung lehrte mich ganz schnell was anderes, von Heute auf Morgen war alles anders. Von wegen 40 Wochen. Es waren 31 Wochen. Mein Körper wollte einfach nicht mehr, Bebi E. jedoch schon.

Von jetzt auf gleich hieß es „herzlichen Glückwunsch, Sie sind „Frühchen“ Mama“, was das jedoch heisst, war mir zunächst auch nicht ganz klar.

Mit 1450g und 42cm war Bebi E. quasi der „King“ auf der Intensivstation, denn es gab durchaus „Frühchen“, die in einem schlechteren Zustand kämpften. Somit sind wir noch mit einem „blauen Auge“ davon gekommen.

Ihr Mama’s habt keine Schuld!

 

Als „Frühchen Mama“ ist es wichtig , zu lernen das man an diesem „Frühchen dasein“ absolut nicht die eigene Schuld trägt, denn oft macht man sich anfangs doch auch selbst Vorwürfe und hat Schuldgefühle, warum die Situation so ist , wie sie nun mal jetzt ist.

Nein, hört auf damit!

Als Mama kann man sehr oft nichts dafür. Entweder macht es der Körper 40 Wochen mit, oder eben nicht- basta!

Ein „Frühchen“ ist definitiv kein Handicap, es ist ein Wunder, wie jedes Baby, mit dem kleinen Unterschied das es kleine bewundernswerte Kämpfer sind, die sich jeden Tag versuchen in deine Welt zu boxen!

Bebi E. hat sich durchaus sehr gut in unsere Welt gekämpft, und natürlich ist er in einigen Dingen im Vergleich zu normal geborenen Babys zurück entwickelt. Schließlich fehlen ihm zwei Monate. Aber er ist ein Baby wie jedes andere auch, er pupst, sabbert, macht in die Windel ( und das nicht zu wenig! ) , er lächelt (natürlich das schönste Lächeln, das ich je gesehen habe), und hat einen ordentlichen Dickkopf. Kurz um, er ist nicht anders, als andere!

Ein Frühchen, ist ein Wunder!

Als „Frühchen Mama“ muss man sich auch nicht auf irgendwas ‚vorbereiten‘, lernen ‚mit dem Frühchen umzugehen‘ , so ein Quatsch! Bitte alle Ratgeber, die Tipps und Tricks verkaufen, wegwerfen und auf sein Bauchgefühl hören! Auch als ‚Frühchen Mama‘ hat man seinen eigenen Mutterinstikt, der weiß was gut ist, oder eben nicht!

Mit dem Wissen, das es völlig normal ist, das sein eigenes Baby die ersten Jahre einfach nicht in ‚Schema F‘ passt, oder den Wunderkurven beim Kinderarzt entspricht, ist man genügend gewappnet gegenüber den Super – Mamas, die einem durchaus diverse Fragen und Sprüche an den Kopf werfen werden. Aber da man als „Mama“ lernt, weiß man irgendwann damit umzugehen.

die kleinen Dingen schätzen lernen

Als „Mama“ weiß man, das sein Kind irgendwann isst und läuft, spricht oder krabbelt. Wann, ist jedoch völlig egal! Benachteiligt sind „Frühchen“ indemfall absolut nicht, sie lernen wie jedes andere Kind auch, vielleicht nicht ganz so schnell, aber sie machen es! Und wenn man „Mama“ mit „Frühchen“ ist , dann weiß man die kleinen Dinge und Erfolge absolut zu schätzen.

So flippte ich fast aus, als er es schaffte sich zur Seite zu rollen, während andere Babys schon saßen. Es sind die kleinen Schritte, die einen auch ganz groß werden lassen. Diese Erfolge schätze ich mehr als alles andere, denn in solchen Momenten sehe ich oft noch, wie Bebi E. kaum in meine Handfläche passte, angeschlossen am Kabelwahnsinn und da liegt er nun und rollt sich zur Seite und hat seinen ganz eigenen (Dick)kopf!

Diese Babys sind die größten Kämpfer, die, die Welt je gesehen hat!

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Und ich rede bewusst von ‚Babys‘ im Allgemeinen, denn schon das Wort „Frühchen“ ist für mich persönlich derart unmenschlich formuliert, denn dabei sind es doch auch nur Babys!


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