Kindergarten Eingewöhnung Tag 1 & 2 / Hallo ich bin der Räuber, Tschüß Selbstbetreuung!

Was? Wie kann der Räuber denn schon so groß geworden sein? Das gibt es doch gar nicht! Heute war unser erster Kindergarten Tag!


Ich weiß nicht wer mehr aufgeregt war, ich befürchte ich! Denn heute war unser erster Kindergarten Tag! Und damit tschüß Selbstbetreuung. Denn, ganze drei Jahre lang war der Räuber mit mir zusammen.

Und jetzt heißt es, komplett abnabeln und ein neuer Lebensabschnitt für uns. Ganz schön aufregend und ganz schön ungewohnt! Und deshalb hatte ich an diesem Vormittag zwar Vorfreude darauf, was auf uns zukommen wir, aber auch ein mulmiges Gefühl.

Der erste Tag sollte vormittags für 2 Stunden vor Ort sein, je nachdem wie müde der Räuber eventuell sein würde, würde die Eingewöhnung auf früher beendet werden. Bereits voll im Kindergarten Style ausgestattet, stapfte er schüchtern, meine Hand haltend mit seinem Kindergarten Rucksack in Richtung Eingang.

Angekommen, begrüßte uns auch direkt seine, erstmal für ihn zuständige, Erzieherin Alina. Eine sehr liebe, ruhige Person, dachte ich mir gleich, passt doch zu ihm. Aber abwarten…

Der Räuber durfte sich dann erstmal seinen Garderoben Platz aussuchen, zur Auswahl stand noch der Delfinplatz, die Erdbeere, oder die Maus. Er entschied sich für die Erdbeere und so legten wir alles an seinen Platz, zogen die Hausschuhe an und gingen in seine Gruppe.

Der Räuber wird ein Kindergarten Kind! 

Die ersten Minuten waren schleppend, er war vorsichtig, schüchtern und vielleicht auch etwas ängstlich und begutachtete erstmal im sicheren Schoß von Mama, seine neue Umgebung. Viele Kinder waren noch nicht angekommen, das war also für die anfänglichen Minuten erstmal super gut. Alina suchte direkt den Kontakt und versuchte alles, um ihm die Ankunft so schön wie möglich zu gestalten.

Nach und nach, nachdem sie auch wusste welche Spielzeuge für ihn gerade aktuell sind, kam er aus sich heraus und schaffte es, sich mit uns in den Kreis zu setzen und zu spielen. Und man merkte binnen Minuten, wie er anfing sich immer wohler zu fühlen, denn plötzlich war da auch ein Lächeln und Minuten später, fing er an mit ihr zu reden.

Schon da, war ich mega stolz! Er machte es super! Bis jetzt…aber wir hatten ja noch einiges vor uns! 

Wir wechselten den Raum und besuchten die Turnhalle und ich setzte mich bewusst mit etwas Abstand daneben. Und plötzlich überkam mich das erste merkwürdige Gefühl in meiner Herzgegend….ihr kennt das, oder? Irgendwas tat in mir kurz weh, als ich mehr und mehr bemerkte, das er mich im Spiel mit ihr völlig ignorierte. Ich war stolz, aber das Gefühl war eklig.

Die 2h waren schneller vorbei, als ich dachte und so versuchte sie ihn direkt an zu ziehen, aber das ließ er noch nicht mit sich machen.

Tag 2: „Ist das mein Kind?“

Tag 2 sollte aufregend werden, denn da bald St. Martin ist, wurden wir auch direkt schon am zweiten Tag zum Laternen basteln am Nachmittag eingeladen.

Angekommen, lief es anfangs die ersten Minuten wieder etwas schleppend, wir setzen uns aber direkt wieder in seine Bauecke und spielten mit den gleichen Spielzeugen, des gestrigen Tages. Der Räuber brauchte allerdings nicht allzu lange, um wieder mit ihr ins Spiel zu finden und mit ihr zu sprechen. Das war super!

Wir nutzen den Moment und gingen erneut in die Turnhalle, das kannte er ja und lief dann direkt an das selbe Spiel des gestrigen Tages. Sie nutzte die Chance und bat mich das erste Mal aus dem Raum, aber in Sichtweite mit offener Tür.

Als ich hinaus lief, drehte ich mich mehrfach um, aber da war er wieder dieser ekliger Magengruben-Herzschmerz- Moment…denn er drehte sich nicht mal um. Er war im Spiel. Also saß ich da draußen auf dem Stuhl, etwas verloren, aber irgendwie froh darüber, dass er bereits am zweiten Tag mit ihr alleine spielen konnte.

Und ich sag’s euch, nachdem die zwei aus der Turnhalle kamen, hatte ich ein völlig anderes Kind. Er war wie ausgewechselt und ich fragte mich ernsthaft, ob das der Räuber ist. Denn als wir wieder in die Gruppe zurück gingen, flitzte er an mir vorbei mit Alina im Schlepptau. Und ich?

Ich war also abgeschrieben, am zweiten Tag. Als die zwei Stunden vorbei waren und er wieder bemerkte, das seine Mama noch da war, saßen wir an seinem Erdbeerenplatz und er ließ sich komplett von Alina anziehen… auch das noch..,dachte ich. Ist das mein Kind?

Ich bin froh, dass er es besser macht, als ich dachte und ich hoffe, das diese Entwicklung in unserer Eingewöhnzeit noch weiter so anhält. Er scheint super mit ihr zurecht zu kommen und kann bereits alleine mit ihr spielen. Allerdings sucht er aktuell immer wieder noch den Blickkontakt zu mir und mit der Masse an Kinder kommt er aktuell noch gar nicht zu recht.

Das Laternen basteln am Nachmittag war übrigens ganz gut. So war er wieder vor Ort, war wieder in Kontakt mit Alina und von der Zeit her, war es meiner Meinung nach okay. Denn ich wollte ihm für den Anfang nun auch noch nicht zu viel zu muten. Er hatte übrigens am Nachmittag bereits beim Ausziehen an  an seinem Erdbeerenplatz direkt nach Alina gefragt…Leid und Freud einer Mutter in einem 😉 

Aber wir haben noch Zeit und ich werde euch gerne weiterhin berichten. Ich habe mich dafür entschieden, immer zwei Tage zusammen zu fassen für einen Bericht. Hier findet ihr die nächsten Tage 🙂

Kommentiert doch gerne, wie es bei euch war, oder wenn ihr auch Fragen an unsere Eingewöhnung habt, die ich im Text nicht beantwortet haben sollte, dann kommentiert ebenfalls. ich freue mich riesig auf Austausch mit euch!

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