Kindergarten Eingewöhnung Tag 3 /4 / 5 – Mama hat Herzschmerz!

Wir rennen von einem Tag in den nächsten und die Stunden fliegen nur so dahin. Und so langsam begreife auch ich, dass der Räuber nicht mehr mein Baby ist…


Nun ist schon Mitte der Woche und das bedeutet, wir sind heute den dritten Tag im Kindergarten und noch immer, schreitet der Räuber Schritt für Schritt voran ohne sich umzudrehen und zurück zu schauen. Und das ist super! Auch wenn mich dafür immer mehr Wehmut plagt und ich schockiert bin darüber, wie schnell das nun alles geht.

Der dritte Tag im Kindergarten! 

An Tag drei war ich ebenfalls noch mit im Raum, und in Sichtweite aber mit der völliger Ignoranz des Räubers. Das ist gut so, aber ehrlich…es tut weh!

Mit an zu sehen, dass er es prima auch ohne Mama schafft, ist auf der einen Seite ein unwahrscheinlich beruhigendes und tolles Gefühl, aber auf der anderen Seite realisiert man immer mehr, dass sein Baby nicht mehr das Baby ist.. und das tut weh.

In so einer Eingewöhnzeit macht man das reinste Gefühlschaos mit und ich frage mich immer mehr, für wen es schlussendlich schlimmer ist…für mich oder für den Räuber. Aktuell sieht es eher so, als wäre ich diejenige, die loslassen muss.

An Tag drei bekam er seinen ersten „Anschiss“ der Erzieherin, was aber auch völlig in Ordnung war, wenn er mit Spielsachen wirft. Da zu sitzen und zu zuschauen, wie jemand anderes dein Kind maßregelt war ebenfalls ein merkwürdiges Gefühl. Aber es war okay und der Räuber nahm es auch so an. Schließlich gibt es dort genau so Regeln, wie bei uns zu Hause auch.

Tag vier der Eingewöhnphase! 

An Tag vier war es so weit, mich überkam das komplette Gefühlschaos, denn das erste Mal war ich im Elternbereich. In einem Raum, außerhalb der Gruppe. Die 2h sollten wieder beibehalten werden, aber ich war weg..ausser Sichtweite ohne zu wissen, was der Räuber so macht.

Und wir versuchten dem Räuber das zu erklären, den Raum zu zeigen, aber schlussendlich musste man ihn dann doch dazu bringen, mit Alina in die Gruppe zu gehen. Sie nahm ihn auf den Arm und er fing an zu weinen.

Und dann saß ich da, allein, im Elternbereich. Neben an, seine Gruppe, ich hörte ihn weinen. Aber es ging keine Minute, dann herrschte Stille.

Es ging Ewigkeiten, bis eine andere Erzieherin mir einen Kaffee anbot und erklärte, dass der Räuber das gerade super macht, er zufrieden ist, spielt und lacht und alles okay wäre. Das beruhigte mich etwas, aber ich kann euch sagen, für mich war es die Hölle in diesem Raum, mit Tränen saß ich da und wusste nicht ob es okay so war, wie es ihm geht und was er macht. Er war weg und irgendwie musste ich hart bleiben um unsere Eingewöhnphase wegen mir selbst nicht kaputt zu machen.

Ganze 2h lang zog er durch. Und dann war, als sie wieder kamen, die Freude beim Räuber und ihr könnt mir glauben bei mir auch, um so größer!

Sie erzählte mir, dass er sich nicht an ihr dran heftete, sondern spielte, sich auch auf zwei Mädels einließ, die ihm Puppen zeigten und das er „nur“ zwei mal nach Mama fragte… Da war er wieder der Moment, als würde jemand einem in die Fresse hauen…nur zwei Mal?! Ich war abgeschrieben, aber stolz!

Tag fünf und somit Ende der Woche! 

Am letzten Tag und somit haben wir dann bereits eine Woche hinter uns, sollten wir das selbe machen, wie am Vortag, nur das ich dem Räuber sage, dass ich in den Raum gehe und quasi das Ruder so übernehme, dass ich ihn nur übergebe.

Es war der selbe Moment wie am Tag zu vor, es klappte nicht freiwillig, sie nahm ihn wieder auf den Arm. Mit den Tränen in den Augen gingen sie in die Gruppe, aber er weinte dieses mal nicht.

Ich hörte sie basteln und sprechen und Moment….war da ein Lachen des Räubers? Unfassbar! Er hatte Spaß! Wieder saß ich da, alleine im Raum, nervös, ungeduldig und etwas besorgt. Aber dieses mal ohne Tränen, denn ich wusste, es ist okay.

Ganze 2h und im Gespräch danach, gab es quasi für mich wieder mitten ins Gesicht, denn der Räuber machte es so gut, dass er nicht einmal nach Mama fragte, jedoch im Flur immer mal wieder konzentriert auf die Elternbereich Tür starrte.

Ein langsamer, sicherer Prozess für mein Kind, aber ein langsamer quälender Prozess für mich.

Ich bin gespannt, wie es am Montag nach dem Wochenende sein wird. Der Plan wäre auf 3h zu erhöhen, dennoch im Elternbereich erstmal zu bleiben und noch nicht nach Hause zu gehen.

Erzählt mir gerne von euren Erfahrungen, ich bin sehr gespannt, auf eure Meinung und Eindrücke!

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