Kindergarten Eingewöhnung Tag 6 / 7 / 8 – Sind wir nun eingewöhnt?

Nun sind wir schon eine Woche im Kindergarten! Und die Zeit rast nur so dahin! Wahnsinn! Wie der Räuber das macht und wie ich das als Mama mache, das habe ich euch in mehreren Teilen…


Wahnsinn, nun ist schon eine Woche dahin! Und ich habe euch in mehreren Teilen, hier den Start und hier bereits Teil 2 unserer Eingewöhnung zusammen gefasst.

Nun beginnt eine neue Woche und ein bisschen Angst hatte ich nach dem Wochenende schon. Denn es hätte ja sein können, dass dem Räuber so plötzlich nach dem Wochenende einfällt, dass er einfach keine Lust mehr hat und die letzte Woche zwar schön war aber jetzt nicht mehr will!

Von wegen! Wir kamen an und er machte es bereits am ersten Tag nach dem Wochenende ohne ein Weinen – perfekt! Ich saß wieder im Elternbereich und dieses mal erhöhten wir auf 3 Stunden, anstelle von 2.  Eine lange Zeit in diesem Elternbereich, aber es war okay. Auch für mich. Der Räuber machte es super und als ich ihn abholte aus seiner Gruppe, freute er sich riesig!

Ich darf nach Hause?! Jetzt schon??

Wir vereinbarten, dass ich am folgenden Tag nach Hause gehen soll, für 2 Stunden. Und dann stockte mir der Atem! Was ?! Jetzt schon nach Hause? Bin ich schon so weit? Werde ich jemals so weit sein? Will der Räuber das? Ich hatte Angst, aber meine Freude war groß, denn wir waren nun etwas mehr wie eine Woche da und schon durfte ich nach Hause!

Tag 7 : Die verflixte Sieben?

Sollte es heute an Tag sieben Pech geben? Oder werden wir diesen Tag genau so gut machen, wie die anderen Tagen zu vor auch? Ich bin ja etwas abergläubisch..

Denn heute soll es nach Hause gehen und irgendwie hatte ich weiche Knie, als wir zum Eingang liefen. Der Räuber voller Vorfreude, rannte zu seinem Erdbeerplatz und ich schlich etwas wehmütig hinter her.

In seinem Fach lag sein erstes Kindergartenfreundebuch in das er sich eintragen soll. Sind wir also schon komplett integriert? Ist der Räuber nun schon eingewöhnt? Nur ich nicht?

Ich packte das Buch in seine Tasche und zog ihm Hausschuhe an, er rannte in seine Gruppe und ich hatte mir bereits beim morgendlichen Kaffee ausgemalt, wie ich die Nach-Hause-Geh-Zeremonie veranstalten werde. Der Räuber jedoch nahm mir mein ganzer Plan ab, er gab mir einen Kuss und lief los. Das war’s.. kurz und schmerzlos... und ich stand da.

Anscheinend musste mich also der Räuber nun eingewöhnen. Ich lief los und dachte mir noch, dass ich schnell ins Auto gehe, bevor er weint. Allerdings habe ich immer noch nicht ganz verstanden, dass die einzige die gerade bereits beim hinaus laufen weinte, ich war…nicht der Räuber. Ich saß im Auto und holte tief Luft.

Zu Hause angekommen, nahm ich mir Großes vor! Endlich aufräumen! Endlich arbeiten! Home Office – ich komme!

Aber dann saß ich da, wie ein Häufchen Elend, lief durch sein Kinderzimmer schaute seine Spielsachen an und weinte. Die Zeit war also nun vorbei. Die Zeit, in der wir Vormittags für uns hatten, spielten, aufräumten, oder einfach mal alles stehen und liegen ließen und einen Ausflug machten. Ich weinte, weil ich wehmütig war. Ich freute mich, weil er es so gut macht. Ein Gefühlschaos, das man kaum in Worte fassen kann. Es ist ein schönes Gefühl, aber es tut weh.

Nun stand ich da, alleine. Es war ruhig in der Wohnung und auch das war ungewohnt, denn sonst hörte man ihn lachen, weinen oder auch mal trotzen.

 

Ich sah ständig auf die Uhr und war ganz nervös.

Fazit des Tages, der Räuber fand es super! Ich hatte mir großes vorgenommen, geschafft habe ich nichts. Dafür war ich im Rausch der Gefühle.

Tag 8:
Anscheinend sind wir nun angekommen. Gestern, war der Vorschlag auf 3h nach Hause gehen zu erhöhen. Gesagt, getan! Der Räuber war inzwischen so weit, dass er sich nicht mal mehr richtig verabschiedete, sondern direkt in die Gruppe rannte! 

Ich bin gespannt, wie es die nächsten Wochen noch so laufen wird. Was uns noch erwartet, ob wir weiterhin so durchspazieren, oder einen Rückfall haben. Aktuell bin ich aber um jeden Tag froh, an dem er es super macht und es ihm offensichtlich auch Freude bereitet. 

 

 

3 Kommentare

  1. Kathleen Kronberg

    Liebe Yvi!
    Ich fühle so mit Dir und habe gerade Tränen in den Augen. Vor allem weil ich ebenso Angst vor diesen Tagen der Eingewöhnung habe. Zum Glück bleiben mir noch ein paar Monate, aber der Gedanke daran, macht mich jetzt schon ganz traurig.
    Ich drücke euch die Daumen, dass der Räuber es weiterhin so gut macht. Dir weiterhin ebenso viel Kraft.
    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald Kathleen

  2. Liebe Ivy, ich hab auch grade pipi in den Augen….und mir graust es jetzt schon davor, wenn unser kleiner Raubauke nächsten Sommer in den Kindergarten geht. Einerseits freu ich mich schon, da ich die freie Zeit zum bloggen nutzen will, andererseits kann ich es mir momentan noch so gar nicht vorstellen, unser kleines Küken abzugeben.

    • Hallo liebe Lia,

      was ich in den letzten nun fast 4 Wochen Kindergarten gelernt habe, ist die Tatsache, dass
      auch die Mutter selbst einen wesentlichen Teil zur Eingewöhnung dazu beiträgt.
      Kurz um „Stark sein“ ist das Sprichwort. Dein Kind merkt, wenn du nicht los lassen kannst,
      es dir schlecht geht etc. und dann könnte es schwierig werden.
      Also, lass deinen Gefühlen freien Lauf, das gehört dazu und ist ein Muss, aber mach es so,
      dass es dein Kind nicht unbedingt spürt oder mit bekommt.

      Alles Liebe,

      Yvi

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