So eine Erziehung ist gar nicht so einfach, oder doch?

Also manchmal erwische ich mich tatsächlich dabei, mich in einem Moment zu fragen, ob mein Handeln gegenüber dem Räuber nun richtig war oder nicht…


Ist Erziehung nicht etwas alltägliches, was aus dem Bauch heraus gehandelt, so nebenbei mit läuft? Etwas, was du eigentlich ganz automatisch machst, ohne Gedanken, einfach nur so frei heraus mit einem gesunden Menschenverstand? Müsste man eigentlich meinen, bzw. das dachte ich bislang auch.

Ich lese aber auch sehr viele Artikel, in denen sich Gedanken gemacht wird, wie man am Besten und richtig erzieht, welche Erziehung man den Kindern vor leben soll und wie man diese führt. Es gibt also Eltern, die sich komplett auf eine Erziehungsschiene einfahren und diese ausleben, die sich quasi einen Lebensplan für die Erziehung der Kinder aufstellen.

Erziehung der Kinder komplett durchgeplant?

Und da habe ich mich oft gefragt, ob ich das alles so richtig mache…Ich, die, die es aus dem Bauch heraus lebt, die intuitiv handelt, nach Gefühl, spontan ohne Plan und am Ende des Tages hofft, das der Räuber lächelt, glücklich ist und eventuell und hoffentlich noch über den Tag verteilt ein bisschen was mit auf seinen eigenen Weg genommen hat. Ist das falsch?

Sollte ich mir nicht auch eine Erziehungsnische suchen, bei der ich vermeintlich denke sie wäre die richtige und darauf meinen Plan erstelle und lebe? Aber woher wissen, die durch geplanten Erziehungseltern, dass ihre Nische die richtige für ihr Kind ist? Woher wissen sie, dass ihr Kind mit dieser angewandten Methode glücklich ist und sie später nicht verflucht werden vom eigenen Kind?

Ich weiß es nicht, ich weiß nur das die Sache mit der Erziehung doch nicht so einfach ist, wie ich immer dachte das sie es wäre und das ich eben auch manchmal da stehe und mich frage, ob ich in dem Moment nun gegenüber meinem Kind richtig gehandelt habe, oder nicht. Und mich am Ende des Tages doch manchmal Gewissensbisse plagen, ob eine vor Stunden erfolgte Handlung korrekt war, oder nicht. Schließlich sagt mir niemand am Ende des Tages „das hast du gut gemacht“ oder „das passt schon“ und vor allem eben nicht mein Kind.

Ist eine spontane Erziehung die bessere?

Es ist also alles irgendwie doch eine Gefühlssache, gekoppelt mit Erfahrungen und Tipps die man liest oder aus dem Umkreis aufschnappt. Eine Bauchsache, die man vielleicht mit einer Erziehungsnische noch besser machen möchte und das berühmte i-Tüpfelchen setzen will. 

Ich für meinen Teil, lasse das lieber mit den Nischen in der Erziehung. Ich bin der Bauchmensch, der intuitiv und spontan handelt, der irgendwo alles aus jeder Nische hat. Der versucht grundsätzliche Regeln zu haben und einzuhalten, in einer gewissen Art konsequent zu erziehen, dennoch keine Nische fährt.

Denn schließlich bin ich genauso bedürfnisorientiert, wenn ich meinem Kind gerecht werden möchte und auf Wünsche und Bedürfnisse eingehe, aber ich möchte mich nicht in eine Nische kategorisieren und eine reine, bedürfnisorientierte Erziehung leben, nur mal als Beispiel aus „Erziehungs-Nischen“ heraus.

 

Ich fühle mich freier, wenn ich aus der Situation heraus handeln kann und eben nicht nach Plan fahre

Bist du intuitiv? Lebst du eine bestimmte Erziehung? Erzähl doch mal! 

 

 

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