Soll ich mich in die Erziehung anderer einmischen?

Erziehung

Soll ich mich in die Erziehung anderer einmischen? Diese Frage stellte ich mir zum ersten Mal letztens, als ich auf eine Bekannte mit ihrer gleichaltrigen Tochter traf. Aber ist das okay, oder nicht?


Mit so einer Situation wurde ich nach einem Jahr erst letztens konfrontiert. Davor waren wir auch mal hier und da mit anderen Eltern und gleichaltrigen zusammen. Aber es war immer alles ‚friedlich‘, geklärt und entspannt.

Oder war es vielleicht auch einfach, weil die Kinder vor ein paar Monaten noch nicht so agil waren, sich noch nicht austesten wollten?

Zumindest kamen wir in genau diese Situation, in der ich eigentlich noch lange nicht kommen wollte! Ich bin eigentlich der Meinung das ich mich persönlich nicht in die Erziehung anderer einmischen sollte, denn schliesslich möchte ich auch nicht, dass man sich in meine/unsere einmischt.mamasdaily

Aber wann hat der Spass ein Loch?

Wann ist die Toleranzgrenze erreicht?

Auch ich muss es erst für mich als Mama selbst herausfinden. Nur eins weiss ich, wenn mein Kind angegangen wird, belästigt wird, oder es sich aus irgendwelchen Gründen, sich alleine nicht wehren kann, dann ja, hat der Spass ein Loch!

Gut, so dramatisch war es in dieser Situation nicht, aber ich persönlich fand, es bestand handlungsbedarf.

Beide sind gleich alt, aber sie sind beide unterschiedlich weit in der Entwicklung, völlig normal mag man denken, bei uns aber extrem. Da der Bee ein Frühchen ist.

Somit ist ’sie‘ viel agiler, kräftiger, motorisch und in allen Handlungen viel weiter, als Bee.

Da saßen wir nun alle vier auf dem Boden, wir unterhielten uns, die zwei am Spielen.

Erste Situation sie mopst ihm ständig das Spielzeug, er macht nichts, weil er dieses Gefühl für meins und deines noch nicht hat.

Für mich noch eine Situation, die durchaus akzeptabel ist, denn schliesslich ist sie gerade in dieser Phase, in der sie weiss es ist eben ihres. Die Mutter sagte nichts.

Kurz darauf hielt sie ihn fest, zog ihm an den Haaren, er verzog das Gesicht, die Mutter sagte nichts. Ich hatte eine leichte Schnappatmung.

Direkt darauf versuchte sie ihm mehrmals ihren Finger in den Mund zu stecken, die Mutter lachte und meinte, dass sie das mit ihren Puppen auch immer so machen würde.

Wo sind die Grenzen?

Aber sieht Bee aus, wie eine Puppe? Klar, weiss sie das nicht und testet aus. Aber ich erwartete irgendwo so langsam eine Grenze der Mutter. Vielleicht hätte sie mal die Kleine aufmerksam machen sollen, dass es nun eben keine Puppe ist? Das man das nicht darf, oder erwartete ich einfach wieder zu viel?

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Zumindest war das meine Grenze. Und ich sprach sie direkt an und sagte ihr, dass das nicht ok ist. Von der Mutter keine Reaktion, von der Tochter ebenso wenig. Zum Glück fand sie es selbst dann wohl langweilig und beschäftigte sich kurz mit sich selbst.

Bis dieser Kinder Kassettenrekorder ins Spiel kam, bei dem man die Klappe auf und zu machen konnte. Bee popelte mit seinen Fingern darin herum und sie versuchte diese Klappe ständig zu zu drücken. Von der Mutter keine Reaktion, ich fragte mich ob sie überhaupt noch anwesend war.

Ich bekam einen roten Kopf, machte die Kleine nochmal darauf aufmerksam und dann konnte ich auch kein Gespräch mehr mit der Mutter führen. 

Mir ist durchaus bewusst, dass Kinder spielen, sich auch mal zoffen und rangeln und das es dazu gehört. Der Kindergarten wird kommen. Und ja, das sollen sie auch!Happy

Aber weniger ging es mir um die Kleine, oder die zwei ansich und das austesten. Sondern mir ging es mehr um die Mutter.

Ich erwartete eine Haltung die, die Kinder auf der einen Seite nicht komplett einschränkt, aber auch nicht komplett machen lässt, was sie wollen.

Ja, jeder hat unterschiedliche Erziehungsmethoden, Ideen, Formen. Ich möchte mich normalerweise nicht in andere Methoden einmischen, aber wenn ich sehe, mein Baby kann sich nicht wehren, mag es nicht, verzieht das Gesicht. Dann ist es einfach mega uncool nichts zu sagen!

Was meint ihr?

Eure

mamasdaily

 

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